Wer nach Gräve das Landestheater für zwei Jahre führen wird

Die künstlerische Leitung des Hauses ist vorerst gesichert, die langfristige Intendanzfrage bleibt offen. Parallel bereitet sich das Theater auf die Sanierung und den Spielbetrieb an anderen Orten vor.
Das Vorarlberger Landestheater bekommt für die kommenden beiden Spielzeiten eine interimistische Leitung. Hintergrund ist die vakante künstlerische Leitung nach der Freistellung beziehungsweise Kündigung von Stephanie Gräve, die seit 2018 als Intendantin fungierte. Gleichzeitig steht das Haus vor der bühnentechnischen Sanierung und wird in der nächsten Spielzeit an anderen Orten gastieren.
Erfahrener Theatermacher
Ali M. Abdullah ist der Mann, der diese Übergangsphase leiten soll. Der 1967 in Wien geborene Regisseur und Autor studierte zunächst Theaterwissenschaft und Dolmetsch an der Universität Wien, später Schauspiel und Regie in Graz und Berlin. Er arbeitete an mehreren Bühnen in Deutschland und Österreich, leitete von 2009 bis 2014 die Garage X in Wien und von 2014 bis 2023 das Werk X. Seit 2024 arbeitet er frei als Autor und Regisseur.

„Das Vorarlberger Landestheater in unruhigen Zeiten spontan zu übernehmen, stellt für mich eine neue, spannende Herausforderung dar“, wird Abdullah in einer Aussendung der KuGes zitiert. Er freue sich darauf, das „erprobte, hochqualifizierte Personal“, die vorhandenen Strukturen und das teils bestehende Programm zu leiten. Dass das Theater wegen der anstehenden Sanierung in der nächsten Spielzeit an anderen Orten gastiere, bringe „eine besondere Dynamik“. Seine künstlerischen Visionen für ein Theater der Zukunft wolle er mit den vorhandenen Mitteln in den kommenden zwei Jahren weiterentwickeln und dem Vorarlberger Publikum näherbringen.