Nach Hausbrand im Montafon: Ehemaliger Bewohner vor dem Strafrichter

Nach der mutmaßlichen Brandstiftung in Bartholomäberg, von der Videos im Netz kursierten, steht nun jener Mann vor Gericht, der das Haus bewohnte.
Ein Mann, geboren 1991, muss sich heute Nachmittag vor dem Landesgericht Feldkirch wegen des Verdachts der Brandstiftung verantworten. Ihm wird vorgeworfen, am 30. Jänner dieses Jahres ein Feuer in einem Bauernhaus in Bartholomäberg gelegt zu haben. Das Gebäude wurde dabei weitestgehend zerstört. Die Staatsanwaltschaft beantragt die Unterbringung des Mannes in einem forensisch-therapeutischen Zentrum. Die Verhandlung beginnt um 13 Uhr unter dem Vorsitz von Richter Peter Novak.
Videos ins Netz gestellt
Der Fall hatte vor Monaten für Aufsehen gesorgt – nicht nur wegen des enormen Schadens, sondern auch wegen der Umstände der Tat. Laut Anklage soll der Mann in einem Abstellraum des Hauses brennbares Material zusammengetragen und anschließend entzündet haben. Danach habe er das Wohnhaus verlassen, ohne Hilfe zu rufen oder den Brand zu melden. Zusätzliche Brisanz erhält der Fall durch im Internet veröffentlichte Videoaufnahmen, die offenbar während des Brandes im Inneren des Hauses entstanden sind. Die Bilder zeigen die mutmaßliche Brandlegung. Aufgenommen und online gestellt wurden die Bilder wohl vom Angeklagten selbst.
Großeinsatz
Der Vorfall führte zu einem Großeinsatz mehrerer Feuerwehren aus dem Montafon und dem Walgau. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das gesamte Gebäude bereits in Vollbrand. Neben der Feuerwehr Bartholomäberg waren Einsatzkräfte aus Innerberg, Nüziders, St. Gallenkirch und Schruns vor Ort.