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Nach Hausbrand im Montafon: Ehemaliger Bewohner vor dem Strafrichter

07.07.2025 • 12:35 Uhr
Bartholomaeberg am 30.01.2025, In Bartholomäberg steht ein Bauernhaus in Vollbrand. Nach Angaben der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) sind mehrere Feuerwehren im Großeinsatz.Das Feuer wurde gegen 10.30 Uhr gemeldet, zunächst war von einem Dachstuhlbrand die Rede, kurze Zeit später von einem Vollbrand. Nach Angaben der RFL handelt es sich um ein altes Bauerhaus mit einem Stallgebäude. Menschen kamen nach bisherigen Angaben nicht zu Schaden, auch gebe es keine Angaben über verletzte oder verendete Tiere. Mehrere Feuerwehren sind im Großeinsatz, angefordert wurde auch das Großtankfahrlöschzeug aus Nüziders, die Feuerwehr St. Gallenkirch ist mit einer speziellen Atemschutzeinheit vor Ort. Das Rote Kreuz wurde zum Brandort geschickt, laut RFL bleiben die Helfer vor Ort, um im Notfall Feuerwehrleute zu versorgen.
In Bartholomäberg brannte im Jänner 2025 ein Bauernhaus ab. Mathis

Nach der mutmaßlichen Brandstiftung in Bartholomäberg, von der Videos im Netz kursierten, steht nun jener Mann vor Gericht, der das Haus bewohnte.

Ein Mann, geboren 1991, muss sich heute Nachmittag vor dem Landesgericht Feldkirch wegen des Verdachts der Brandstiftung verantworten. Ihm wird vorgeworfen, am 30. Jänner dieses Jahres ein Feuer in einem Bauernhaus in Bartholomäberg gelegt zu haben. Das Gebäude wurde dabei weitestgehend zerstört. Die Staatsanwaltschaft beantragt die Unterbringung des Mannes in einem forensisch-therapeutischen Zentrum. Die Verhandlung beginnt um 13 Uhr unter dem Vorsitz von Richter Peter Novak.

Videos ins Netz gestellt

Der Fall hatte vor Monaten für Aufsehen gesorgt – nicht nur wegen des enormen Schadens, sondern auch wegen der Umstände der Tat. Laut Anklage soll der Mann in einem Abstellraum des Hauses brennbares Material zusammengetragen und anschließend entzündet haben. Danach habe er das Wohnhaus verlassen, ohne Hilfe zu rufen oder den Brand zu melden. Zusätzliche Brisanz erhält der Fall durch im Internet veröffentlichte Videoaufnahmen, die offenbar während des Brandes im Inneren des Hauses entstanden sind. Die Bilder zeigen die mutmaßliche Brandlegung. Aufgenommen und online gestellt wurden die Bilder wohl vom Angeklagten selbst.

Großeinsatz

Der Vorfall führte zu einem Großeinsatz mehrerer Feuerwehren aus dem Montafon und dem Walgau. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das gesamte Gebäude bereits in Vollbrand. Neben der Feuerwehr Bartholomäberg waren Einsatzkräfte aus Innerberg, Nüziders, St. Gallenkirch und Schruns vor Ort.