13.000 Hektar bei Waldbrand in Spanien zerstört

19.07.2026 • 18:19 Uhr

Ein Waldbrand rund hundert Kilometer nördlich von Spaniens Hauptstadt Madrid hat mehr als 13.000 Hektar Fläche zerstört. Mehr als 700 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, wie die Behörden der Region Kastilien-La Mancha am Sonntag mitteilten. Mehrere hundert Feuerwehrleute seien vor Ort im Einsatz. Todesopfer des Brandes wurden nicht gemeldet.

Das Feuer war am Donnerstag in einem bewaldeten und bergigen Gebiet der Provinz Guadalajara ausgebrochen. Es wütete auch im Nationalpark Sierra Norte, in dem gefährdete Arten von Adlern, Wölfen und Schmetterlingen beheimatet sind.

Bereits am Mittwoch war in der Nähe von Saragossa im Nordosten Spaniens ein Feuer ausgebrochen, das fast 16.000 Hektar Fläche zerstörte. Nach Angaben der Regionalregierung von Aragonien vom Samstagabend war die Lage “noch lange nicht unter Kontrolle”. Auch bei diesem Feuer wurden keine Opfer verzeichnet.

Klimakrise trifft Spanien besonders stark

Die andalusische Provinz Almería war in diesem Monat von einem der folgenschwersten Waldbrände in Spaniens jüngerer Geschichte getroffen worden. 13 Menschen starben, 7.000 Hektar Land brannten nieder.

Spanien ist stark von der globalen Erwärmung betroffen. Seit einigen Jahren gibt es regelmäßig lang anhaltende Hitzewellen. Wissenschaftern zufolge verstärkt der menschengemachte Klimawandel die Länge, Intensität und Häufigkeit extremer Hitze, die wiederum günstige Bedingungen für die Ausbreitung von Waldbränden schafft und die Löscharbeiten erschwert.