800-m-Showdown bei EM an Schweizerin Werro

14.08.2026 • 23:08 Uhr
800-m-Showdown bei EM an Schweizerin Werro

Das mit größter Spannung erwartete 800-m-Finale der Frauen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham ist das erwartete Spektakel gewesen, auch wenn der Weltrekord von Jarmila Kratochvilova (1:53,28 Min./1983) nicht fiel. Gold holte sich die Schweizerin Audrey Werro im Meisterschaftsrekord von 1:54,81 Min. vor der britischen Olympiasiegerin Keely Hodgkinson (1:55,01) und der Niederländerin Femke Broeders-Bol, die den nationalen Rekord einstellte (1:55,54).

Werro stand nach einem Sturz im Halbfinale nur dank eines erfolgreichen Protestes im Finale. Broeders-Bol war nach Medaillengewinnen über 400 m Hürden und 400 m flach auf die 800 m gewechselt.

Der deutsche Sprinter Owen Ansah ist neuer Europameister über 200 m. Der Bronzemedaillengewinner über 100 m setzte sich in 19,95 Sek. überlegen vor dem Briten Zharnel Hughes (20,16) durch. Um Ansah ist allerdings eine Kontroverse entbrannt, ihm droht eine vierjährige Sperre wegen einer verweigerten Dopingprobe und möglicherweise die Aberkennung der Medaillen. Die Nationale Anti Doping Agentur in Deutschland beantragte eine Sperre, suspendiert ist der Athlet aber nicht.

Viertes Hürden-Gold für Warholm

Die vierte EM-Goldmedaille über 400 Meter Hürden gewann der norwegische Leichtathletik-Star Karsten Warholm, der in einem Stadionviertel den während der Fußball-WM populär gewordenen Ruderjubel auslöste. Im Meisterschaftsrekord von 46,63 Sek. siegte er vor dem Deutschen Emil Agyekum (47,87). In Birmingham hatte Warholm auch schon mit der Mixed-Staffel über 4×400-Meter triumphiert.

Die 10.000 m bei den Frauen gingen an die Italienerin Nadia Battocletti in 31:41,17 Min., sie war bereits über 5.000 m erfolgreich gewesen und fixierte damit das Langstreckendoppel. Im Hochsprung ließ sich nach 2,32 m der Italiener Gianmarco Tamberi die Goldmedaille umhängen – zum vierten Mal in seiner Karriere bei einer EM.