Abruzzen-Bergankunft an Hindley – Lopez behielt Giro-Führung

15.05.2022 • 21:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Die mit 5.000 Höhenmetern besonders harte Abruzzen-Etappe des Giro d’Italia hat Veränderungen, aber keinen Umsturz im Gesamtklassement gebracht. Denn der Spanier Juan Pedro Lopez liegt auch nach dem neunten Teilstück mit 191 Kilometern von Isernia zur Bergankunft Blockhaus vorne. Sein Vorsprung im dicht gedrängten Spitzenfeld beträgt vor dem Ruhetag am Montag aber nur noch wenige Sekunden. Der Tagessieg ging in einem Sechser-Bergaufsprint an den Australier Jai Hindley.

Der Giro-Zweite von 2020 sorgte für den nächsten Bergetappenerfolg des Bora-Teams nach jenem von Lennard Kämna am Ätna. Im Gesamtklassement ist Hindley nur 20 Sekunden hinter Trek-Profi Lopez neuer Fünfter. Erster Verfolger des Spitzenreiters ist zwölf Sekunden zurück der Portugiese Joao Almeida (Quickstep). Romain Bardet (DSM) und Richard Carapaz (Ineos), die im Zielsprint knapp das Nachsehen hatten, folgen nur wenige Sekunden dahinter. Die besten acht liegen innerhalb einer Minute.

Felix Gall (AG2R) hatte sein Glück vergeblich in der neunköpfigen Fluchtgruppe des Tages gesucht. Der Osttiroler wurde am vorletzten Anstieg zum Passo Lanciano abgehängt, bald nach der Bergwertung vom Feld mit den Favoriten eingeholt und später durchgereicht. Gall sprach danach von einem extrem schweren Tag, er habe sich schon vor dem Teilstück sehr schlecht gefühlt und zwei Nächte lang richtig schlecht geschlafen. “Ich bin einfach nur leer. Ich habe aber das Beste probiert herauszuholen.”

Der am Lanciano führende Natnael Tesfatsion (ERI/Drone Hopper) kam in der Abfahrt spektakulär zu Sturz, fuhr nach einer weichen Landung im Gebüsch aber weiter. Die restlichen Ausreißer wurden kurz vor Beginn des 14 km langen Schlussanstieges eingeholt, in dem sich die Topstars diktiert von Carapaz’ Ineos-Team ein Ausscheidungsrennen lieferten. Der als Mitfavorit gehandelte Simon Yates war auch wegen einer Knieblessur am Fuß des Berges nicht mehr in der Lage mitzuhalten und büßte mehrere Minuten ein. Lopez verlor etwa bei der Hälfte durch einen unverschuldeten Steher den Kontakt zur stetig kleiner werdenden Spitzengruppe, vermochte den Schaden als 15. aber in Grenzen zu halten.

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