Ätna stößt vier Kilometer hohe Aschewolke aus

29.10.2026 • 11:27 Uhr

Wegen eines anhaltenden Ausstoßes von Vulkanasche ist die Warnstufe für den Luftverkehr am Ätna auf Rot angehoben worden. Dies teilte das Ätna-Observatorium des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) am Donnerstag mit. Die Aschewolke erreichte demnach eine geschätzte Höhe von rund vier Kilometern über dem Meeresspiegel und zog in südöstliche Richtung ab. Der Ascheausstoß sei von geringer Intensität und dauere an.

Vulkanologen überwachen die Entwicklung mithilfe eines Netzes aus optischen Kameras und Wärmebildkameras. Einschränkungen für den Flugverkehr am Flughafen Catania-Fontanarossa gab es zunächst nicht.

Sorge um Flugverkehr rund um den Flughafen Catania

Der Ätna auf Sizilien sorgt mit seinen wiederkehrenden Ausbrüchen und Aschewolken immer wieder für Probleme. Besonders betroffen ist der Flugverkehr rund um den Flughafen Catania-Fontanarossa. Vulkanasche kann Triebwerke gefährden, die Sicht beeinträchtigen und dazu führen, dass Flüge verspätet starten, umgeleitet oder gestrichen werden.

In den vergangenen Monaten kam es wiederholt zu erheblichen Beeinträchtigungen. Besonders heftig war die Aktivität im August 2026. Wegen eines außergewöhnlich starken Ausbruchs mussten die Flughäfen Catania, Comiso und Palermo ihren Betrieb mehrere Tage lang einschränken. Im September führte Vulkanasche erneut zu einer mehrtägigen Schließung des Flughafens Catania.

Der Ätna ist Europas höchster und einer der aktivsten Vulkane. Seine Aktivität reicht von kleineren Ascheemissionen bis zu explosiven Ausbrüchen mit Lavafontänen und Lavaströmen. Die Behörden überwachen den Vulkan kontinuierlich. Eine rote Warnstufe für die Luftfahrt bedeutet dabei nicht automatisch, dass ein Flughafen geschlossen werden muss. Entscheidend sind unter anderem die Ausbreitung der Aschewolke und die Windrichtung.