AK: Drogerieprodukte in Österreich teurer als in Deutschland

Idente Drogerieprodukte kosten in Österreich im Schnitt 22 Prozent mehr als in Deutschland, erhob die Arbeiterkammer (AK). Manche Produkte würden mehr als das Doppelte kosten. Bei Pflastern stellte die AK etwa einen Preisunterschied von 133 Prozent fest, bei Gesichtswasser machte der Unterschied 119 Prozent aus und bei Körpermilch kostete das idente Produkt in Deutschland 3,81 Euro und in Österreich 7,45 Euro.
“Österreichische Händler:innen können auch wegen territorialer Lieferbeschränkungen nicht uneingeschränkt im EU-Binnenmarkt einkaufen – die Rechnung zahlen dafür die Konsument:innen”, kritisierte AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic am Donnerstag laut einer Aussendung. 83 von 97 der verglichenen Drogerieprodukte kosteten in Österreich im Schnitt mehr als in Deutschland, zwölf waren preiswerter und zwei kosten gleich viel. “Der Österreich-Aufschlag gehört endlich abgeschafft. Die EU-Kommission muss endlich in die Gänge kommen und dieser unfairen Praxis der Konzerne einen Riegel vorschieben”, sagte SPÖ-Klubvize Julia Herr.
Kritik am Österreich-Aufschlag kam auch von der FPÖ. Dass ÖVP-Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer nun ankündige, den “Druck auf die EU” erhöhen zu wollen, sei nicht ausreichend, so FPÖ-Konsumentenschutzsprecher Peter Wurm. Ein wesentlicher Preistreiber sei der Staat selbst, der die Bürgerinnen und Bürger mit hohen Steuern und Abgaben belaste – von der NoVA und CO2-Steuer über hohe Energieabgaben bis zu diversen Gebühren.