Anschlag auf Bus mit Sicherheitskräften nahe Damaskus

Bei einem Sprengstoffanschlag auf einen Bus mit syrischen Sicherheitskräften sind am Samstag in der Nähe von Damaskus mehrere Menschen verletzt worden. Der Anschlag habe einem Bus außerhalb von Damaskus gegolten, mit dem “Mitglieder der syrischen Kräfte für innere Sicherheit” unterwegs gewesen seien, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf Sicherheitskreise. Eine konkrete Verletztenzahl wurde nicht genannt.
Zu den Umständen des Anschlags seien Ermittlungen eingeleitet worden, hieß es in dem Bericht. Sana veröffentlichte Fotos des schwer beschädigten Busses am Straßenrand mit zerstörten Fensterscheiben und einer weggesprengten Tür.
Seit dem Sturz des langjährigen syrischen Machthabers Bashar al-Assad Ende 2024 ist die Sicherheitslage in dem Land angespannt. Die Hauptstadt Damaskus und ihr Umland waren immer wieder Schauplatz von Anschlägen. Erst Anfang August waren bei der Explosion eines Busses in Jaramana 14 Menschen verletzt worden. In der Stadt in der Nähe von Damaskus gibt es Gemeinden der christlichen und der drusischen Minderheiten.
Im Juli wurden in der Nähe eines Hotels in Damaskus, das in dieser Zeit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron im Rahmen eines Syrien-Besuchs als Unterkunft diente, ein Mensch getötet und 36 weitere verletzt. Später verkündeten die syrischen Behörden, sie hätten die mutmaßlichen Verantwortlichen festgenommen. Demnach handelte es sich um Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).