Behörden: Drei Tote in Russland nach ukrainischen Angriffen

11.06.2026 • 20:55 Uhr

Bei ukrainischen Angriffen sind laut russischen Behörden am Donnerstag drei Menschen in Grenzgebieten getötet worden. Im Dorf Wosnessenowka nahe der Grenze sei eine ukrainische Drohne in einen Bus eingeschlagen, teilte der Krisenstab des Gebiets Belgorod mit. Dabei sei eine Frau getötet und elf weitere Personen verletzt worden. In der Region Brjansk seien bei einem ukrainischen Angriff in der an der Grenze liegenden Siedlung Belaja Berjoska zwei Menschen ums Leben gekommen.

Das teilte der kommissarische Gebietsgouverneur, Jegor Kowaltschuk, laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass mit. Zunächst hatte Kowaltschuk demnach von einem Toten und drei Verletzten gesprochen. Ein Mann sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen.

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie immer wieder auch Ziele in Russland an. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden stehen dabei in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine. Belgorod ist eine der am stärksten vom Krieg in Mitleidenschaft gezogenen Regionen in Russland.

Ukraine verstärkt Luftangriffe auf besetzte Landesteile

Die Ukraine verstärkte zudem ihre Luftangriffe in den von Russland besetzten Teilen des Landes. Vor diesem Hintergrund rief der Militärgouverneur des südostukrainischen Gebietes Saporischschja seine Landsleute im russisch besetzten Teil der Region zur Flucht auf. Die Risiken für Zivilisten stiegen, sagte Iwan Fedorow in einer Ansprache auf Telegram.

Dafür nannte er zwei Gründe: Die ukrainischen Streitkräfte griffen in den Regionen Saporischschja und Cherson gezielt die militärische Infrastruktur der Besatzer und Versorgungswege der russischen Armee an. Die russische Armee setze mehr Kräfte ein, um die eigenen Objekte zu schützen. 

“Ebendeswegen rufe ich alle dazu auf, die Entscheidung zur Ausreise nicht zu verschieben”, sagte der Gouverneur. Er veröffentlichte Kontakte von Hilfsorganisationen und staatlichen Stellen, die Ukrainern bei der Ausreise aus den besetzten Gebieten helfen können.

Die Ukraine hat den Besatzern zuletzt einige empfindliche Schläge zugefügt – die von Russland eingesetzten Behörden mussten Treffer auf wichtige Brücken zur Schwarzmeer-Halbinsel Krim einräumen. An Tankstellen wurde der Sprit knapp.