Benko erneut in Innsbruck vor Gericht

21.09.2026 • 21:31 Uhr
Benko erneut in Innsbruck vor Gericht

Der gestrauchelte frühere Immobilien-Tycoon und Signa-Gründer René Benko muss sich am Dienstag erneut wegen des Verdachts der betrügerischen Krida vor einem Schöffengericht des Landesgerichts Innsbruck verantworten. Der Grund: Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte Anfang Juli einen Teilfreispruch aufgehoben und zur Neuverhandlung an das Landesgericht zurückverwiesen. Es geht um eine Mietvorauszahlung von rund 360.000 Euro für eine Villa im Innsbrucker Stadtteil Hungerburg.

Die Miet- und Betriebskostenvorauszahlung war der zweite Teil einer Causa, in der der 49-Jährige in einem ersten Prozess im Oktober 2025 am Landesgericht zu einer unbedingten Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt worden war. Der OGH bestätigte dann Anfang Juli den Schuldspruch des Ersturteils gegen Benko, womit dieser erstmals rechtskräftig schuldig gesprochen wurde. Der Tiroler wurde wegen einer Schenkung in Höhe von 300.000 Euro an seine Mutter für schuldig befunden. Das Geld soll er seinen Gläubigern vorenthalten haben. Aufgrund der Aufhebung des Teilfreispruchs muss nun noch die Miet-Causa erneut verhandelt sowie die Strafhöhe durch das Landesgericht neu festgesetzt werden.

Der Prozess, der von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr angesetzt ist, dürfte noch am Dienstag mit einem Urteil enden. Sieben Zeugen waren geladen. Ob Benko, der nach wie vor in Untersuchungshaft sitzt, diesmal in seiner Heimatstadt Fragen des Gerichts beantworten wird, war vorerst unklar. Der Strafrahmen beträgt ein bis zehn Jahre Freiheitsstrafe.