Brandbekämpfung in belgischem Naturschutzgebiet geht weiter

17.08.2026 • 07:49 Uhr
Brandbekämpfung in belgischem Naturschutzgebiet geht weiter

Die Bekämpfung des Brands im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien direkt an der Grenze zu Deutschland geht weiter. Bei Tageslicht werden die Maßnahmen wieder intensiviert, wie Franz-Karl Boden, Stellvertreter der Bürgermeisterin der deutschen Grenzstadt Monschau, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Hubschrauber würden wieder ihren Einsatz aufnehmen. In der Nacht sei das Feuer nicht weiter vorgerückt. Jetzt regne es leicht. 

Im Moment gehe man nicht davon aus, dass das Feuer auf deutsches Gebiet überspringe, sagte Boden. Etwa 30 Bewohner von Monschau-Kalterherberg waren am Sonntagabend wegen einer möglichen starken Rauchbelastung evakuiert worden. Die meisten seien bei Freunden oder Verwandten untergekommen, sagte Boden. Vier Personen hätten Auffangeinrichtungen aufgesucht. Man habe den Betroffenen alle im persönlichen Gespräch die Information überbracht, dass sie ihre Häuser räumen müssten. Sie hätten verständnisvoll reagiert.

Größter Waldbrand in der belgischen Geschichte

Der Waldbrand im Hohen Venn ist der größte der belgischen Geschichte. Die Bekämpfung sei besonders schwierig, erläuterte der belgische Feuerwehrkommandant Luc Burette im niederländischen Fernsehen. “Wir stehen hier vor einem Problem”, sagte er. “Der Boden besteht aus Torf, an der Oberfläche ist Gras. Dadurch kann sich das Feuer schnell ausbreiten.” Auch die deutsche Bundeswehr beteiligt sich an der Bekämpfung des Brandes.

Die Staatsanwaltschaft von Lüttich hat dem Bericht zufolge Ermittlungen zur Entstehung des Brands aufgenommen.