Bregenzer Festspiele: Singalong als pure Freude am Singen

01.08.2026 • 17:02 Uhr
Bregenzer Festspiele: Singalong als pure Freude am Singen

Die Bregenzer Festspiele haben zum Mitsingen eingeladen: Zum 80-Jahr-Jubliäum des Festivals trafen einander am Samstagnachmittag auf der Seetribüne Amateure, Chöre, Gesangsgruppen sowie Profi-Sänger und Festspiel-Solisten, um beim Singalong gemeinsam berühmte Opernchöre zum Klingen zu bringen. Die mit 6.600 Sängern prall gefüllte Seetribüne imponierte nicht nur als vielstimmiger Klangkörper, sondern dokumentierte eindrücklich die pure Freude am Singen.

Unter dem Motto “Alemania cantat” versammelten sich Singbegeisterte aller Altersgruppen und aus der gesamten Bodenseeregion am Bregenzer Seeufer. Begleitet wurden sie von einem Instrumentalensemble mit Musikern des Symphonieorchesters Vorarlberg sowie von renommierten Festspiel-Solisten und Mitgliedern des Bregenzer Festspielchors, des Prager Philharmonischen Chors und des Bayerischen Rundfunkchors. Der australische Dirigent Steven Moore gab den Takt vor – und das in jeder Hinsicht. In höchst amüsanter Art agierte Moore auch als Conferencier, begeisterte und motivierte Moore die Sängerinnen und Sänger zum Aufwärmen, Hüpfen und natürlich zum Singen.

Großen Applaus erhielten aber nicht nur die Festspielkünstler, sondern auch Intendantin Lilli Paasikivi. “Heute sind Sie der Festspielchor”, begrüßte sie die jubelnde Menge. Noch größer wurde der Jubel, als sie fragte: “Sind Sie bereit?” Nach einem lauten Ja konnte es losgehen.

“O sole mio” zum Auftakt

Eröffnet wurde der Singalong mit dem Gassenhauer “O sole mio”. Das sei ein Dankeschön an die Sonne, ohne die es die Bregenzer Festspiele nicht gäbe, erklärte Moore. Anschließend stürzten sich die Sängerinnen und Sänger auf Gesangstücke aus Seebühnen-Produktionen der vergangenen Jahrzehnte stürzten: auf den Jägerchor aus dem “Freischütz” (2024/25), Nessun dorma aus “Turandot” (2015/16), den Ambosschor aus dem “Troubadour” (2005/06) und Va, pensiero aus “Nabucco” (1993/94). Nicht fehlen durften außerdem Toréador aus “Carmen” (2017/18 bzw. 1991/92) und die aktuelle Produktion “La traviata” mit Brindisi, ehe der Abschluss des Singalongs mit “Happy Birthday” gefeiert wurde.

Die Teilnehmenden waren nicht nur mit großem Enthusiasmus am Werk, sondern auch bestens vorbereitet: Die Bregenzer Festspiele hatten die Noten der Gesangstücke frühzeitig zum Download bereitgestellt. Und auch beim Singen hielten viele sie in den Händen.