Buckelwal “Timmy” schaffte es auf Hamburger Theaterbühne

12.07.2026 • 13:30 Uhr
Buckelwal "Timmy" schaffte es auf Hamburger Theaterbühne

Millionen Menschen verfolgten im Frühjahr die Berichte über einen Buckelwal in der Ostsee – bald bekannt als “Timmy”. Der TV- und Theater-Schauspieler Enrique Fiß (“Großstadtrevier”) und Regisseur Alexander Klessinger haben die Geschichte jetzt künstlerisch aufgearbeitet. “Timmy – die Hope stirbt zuletzt”, hieß der Abend, der am Samstag am Hamburger Ernst-Deutsch-Theater über die Bühne ging.

Es sei “ein Abend über einen Wal und über all das, was wir in ihn hineingelesen haben”, erklärten die Autoren. Das Projekt war in drei Teile gegliedert und bot “wilde Mischung aus Performance, Konzert, Messe und öffentlicher Selbstbefragung”, wie die Autoren formulierten. Im Theaterstück “Passion Timmy” erzählen sie die Geschichte des Buckelwals als moderne Passionsgeschichte und hinterfragen dabei “die Sehnsucht der Menschen nach Bedeutung in einer überreizten Gegenwart”. 

“Am Ende hassen sich alle gegenseitig”

Es beschäftigt Fiß, wie viel Wut in den sozialen Medien hochkochte in dem Moment, als die einen das Tier sterben lassen, die anderen es aber um jeden Preis retten wollten. “Am Ende hassen sich alle gegenseitig, dabei war es das Ziel, etwas Positives zu bewirken.” 

Nach dem Stück diskutierte die Tierärztin Kirsten Tönnies, die bei einem Rettungsversuch vor Ort war, mit den Tierschutzaktivisten Anna Schubert und Hendrik Haßel. Zum Abschluss spielte die Berliner Band Tulpe, die mit dem – bewusst provokant betitelten – Song “Sprengt den Wal” einen Hit gelandet hatte.