Bürokratie hemmt Unternehmen in EU-Staaten

28.09.2026 • 06:17 Uhr

Fast alle Unternehmen in großen europäischen Ländern fühlen sich von zu starker Bürokratie ausgebremst. In einer Umfrage der Stiftung Familienunternehmen in sieben EU-Staaten gaben 83 Prozent der Betriebe an, regulatorische Belastungen würden ihre Investitionen in wichtigen Bereichen hemmen. Das gehe zulasten der Digitalisierung und IT, der Expansion in neue Märkte, der eigenen Infrastruktur und der Ausbildung der Mitarbeiter.

Die sogenannten Compliance-Kosten, um sich rechtskonform zu verhalten, übersteigen bei besonders vielen Unternehmen in Deutschland und Schweden die Marke von sieben Prozent des Umsatzes, nämlich bei 34 beziehungsweise 28 Prozent der befragten Firmen.

Für die Studie wurden 2.100 Manager, rund 80 Prozent davon Familienunternehmen aller Größen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Polen und Schweden befragt. An das EU-Versprechen, bei der Bürokratie für Entlastung zu sorgen, glauben nur wenige Firmen, am wenigsten in Deutschland.

Die Krux mit den Energiemärkten

Nötig sind aus Sicht der Manager schnellere Genehmigungsverfahren, niedrigere Arbeitskosten, flexiblere Arbeitsmärkte und mehr Wachstum. Das könnte dann zu mehr Investitionen führen. Wettbewerbsfähige und besser verknüpfte Energiemärkte nennen vor allem größere Unternehmen als entscheidend.