Bundesländer haben 2025 weniger exportiert, mehr importiert

15.07.2026 • 10:28 Uhr
Bundesländer haben 2025 weniger exportiert, mehr importiert

Die Außenhandelsbilanz der Bundesländer für das Jahr 2025 spiegelt die schwache Wirtschaftsleistung des Vorjahres wider. Fünf der neun Länder haben weniger exportiert als noch 2024, bei den Importen verzeichneten hingegen sieben Bundesländer Zuwächse. Das stärkte Exportland blieb Oberösterreich, den deutlichsten Rückgang bei den Ausfuhren hatte das Burgenland, geht aus den vorläufigen Daten der Statistik Austria hervor.

Während Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg in beide Handelsrichtungen höhere Werte als im Vorjahr aufwiesen, blieb die Entwicklung in den übrigen Bundesländern von Exportrückgängen geprägt. Bei den Importen sticht vor allem Tirol mit dem stärksten prozentuellen Anstieg hervor.

Exportkaiser Oberösterreich

Fünf Bundesländer erzielten 2025 einen Handelsbilanzüberschuss, exportierten also mehr Waren als sie importierten. Den höchsten Wert hatte Oberösterreich mit 10,97 Mrd. Euro, gefolgt von der Steiermark mit 7,36 Mrd. Euro und Vorarlberg mit 4 Mrd. Euro.

Den Außenhandel dominierten Maschinen und chemische Erzeugnisse, wobei es deutliche Veränderungen bei einzelnen Warengruppen gab. Importseitig verzeichnete Tirol kräftige Zuwächse bei organischen chemischen Erzeugnissen sowie bei pharmazeutischen Erzeugnissen. In Wien stiegen die Exporte in der Warengruppe Perlen, Edelsteine und Edelmetalle deutlich an.

Wichtigster Handelspartner blieb auch im Vorjahr Deutschland. Eine markante Veränderung gab es 2025 bei den Tiroler Importen aus der Schweiz. Diese stiegen deutlich, wodurch die Eidgenossen zum zweitwichtigsten Importpartner Tirols aufstiegen.