Deutscher Reisetrend zeigt weniger Zug zu Nahzielen

09.01.2026 • 06:00 Uhr
Deutscher Reisetrend zeigt weniger Zug zu Nahzielen

Reisende aus dem Nachbarland Deutschland sind mit Abstand die größte Gästegruppe in Österreich. Und der dortige Wunsch nach Urlaub bleibt heuer sehr hoch, hat der Deutsche Reiseverband (DRV) erhoben. Doch nach Reisearten wird für kommenden Sommer eine rückläufige Nachfrage für Nahziele prognostiziert, geht aus der entsprechenden aktuellen Analyse des DRV hervor. Dabei handle es sich aber noch um eine Tendenz, noch nicht um einen aussagekräftigen Trend für 2026.

Einen Anstieg der Gästezahlen erwartet der DRV laut Prognose für Flugreisen zu Mittelstreckenzielen und bei Kreuzfahrten, einen Rückgang hingegen für Nahziele bei den erdgebundenen Reisen per Auto, Bahn oder Bus. Die Nachfrage nach Fernreisen wird stabil eingeschätzt. Freilich wird auf geopolitische Unwägbarkeit verwiesen.

“Reisen bleibt zentrales Bedürfnis”

Die Anzahl der Reisenden im Gesamtjahr wird knapp stabil mit voraussichtlich rund 138 Millionen erwartet. Das ist auch immer noch etwas weniger als vor der Pandemie. Doch, so DRV-Präsident Albin Loidl: “Reisen bleibt auch in diesem Jahr für viele Menschen ein zentrales Bedürfnis. Auch wenn viele Kunden ihre Reisen kostenbewusster planen, erfüllt sich die Mehrheit der Deutschen auch 2026 ihre Urlaubswünsche.”

Insgesamt dürften die Deutschen im neuen Touristikjahr für Urlaub und Reisen 86 Mrd. Euro ausgeben, so Loidl. Damit wächst das Umsatzvolumen im Markt der Urlaubs- und Freizeitreisen ab mindestens einer Übernachtung im Periodenvergleich um drei Prozent.

Für die Prognose des Gesamtreisemarktes, die der DRV in Zusammenarbeit mit Branchenexperten entwickelt hat und zweimal im Jahr – zu Jahresbeginn und vor dem Sommer – veröffentlicht, werden sowohl Pauschal- und Bausteinreisen von Reiseveranstaltern als auch individuell zusammengestellte Urlaubsreisen einbezogen. Von diesem Gesamtreisemarkt entfällt rund die Hälfte des Umsatzes auf Pauschal- und Bausteinreisen von Veranstaltern.