Drei Verdächtige nach NS-Schmierereien in Flachgau

03.06.2026 • 10:39 Uhr
Drei Verdächtige nach NS-Schmierereien in Flachgau

Nach dem Beschmieren von nationalsozialistischen Symbolen auf Häuserfassaden, Türen, Gartenmauern, Glasscheiben und Autos am vergangenen Wochenende in Mattsee im Flachgau laufen laut Polizei derzeit Ermittlungen wegen Wiederbetätigung nach dem NS-Verbotsgesetz und wegen Sachbeschädigung. Drei Personen werden verdächtigt, sich an den Schmierereien beteiligt zu haben, wie am Mittwoch eine Polizeisprecherin auf APA-Anfrage erklärte.

Zu erkennen waren NS-Symbole wie Hakenkreuze und Heil-Hitler-Parolen. Der Bürgermeister der Flachgauer Gemeinde, Michael Schwarzmayr (SPÖ), zeigte sich verärgert. “Es ist einfach wirklich grausam und es ist absolut zu verurteilen und passt auch überhaupt nicht zu unserem Ort”, sagte er gegenüber ORF Salzburg, nachdem die Schmierereien entdeckt worden waren. Man werde derartige Aktionen in Mattsee jedenfalls nicht tolerieren oder akzeptieren. Nazi-Zellen gebe es in seiner Gemeinde mit Sicherheit keine, erklärte der Bürgermeister.

Das Mauthausen Komitee Österreich hatte am Mittwoch Innenminister Gerhard Karner und den Salzburger Landespolizeidirektor Bernhard Rausch aufgefordert, für eine engagierte und konsequente Bekämpfung rechtsextremer Straftaten durch die Exekutive zu sorgen. Kritisiert wurde, dass Medienberichten zufolge nur wegen Sachbeschädigung ermittelt werde. Eine Polizeisprecherin erklärte am Mittwoch gegenüber der APA, dass derzeit nicht nur wegen Sachbeschädigung, sondern auch wegen Wiederbetätigung nach dem Verbotsgesetz ermittelt werde.