Einbrecher täuschte bei Festnahme Gesundheitsprobleme vor

Ein Jugendlicher, der in der Nacht auf Dienstag bei einem Einbruch in Wien-Margareten mit seinem Komplizen erwischt und festgenommen wurde, täuschte gesundheitliche Probleme vor, um zwei Fluchtversuche zu starten. Beide Male konnte er festgehalten werden. Einmal klagte er über Schmerzen an den Händen wegen der Handschellen und ein anderes Mal über Schmerzen in der Brust. Zudem beschwerte er sich über das laute Bellen des Polizeihundes, so die Exekutive am Mittwoch.
Der 17-jährige Syrer wollte gegen 4.15 Uhr gemeinsam mit einem stark alkoholisierten 16-Jährigen aus der Elfenbeinküste in ein Friseurgeschäft einbrechen. Weil dies nicht gelang, schlugen sie die verglaste Eingangstür eines Gebrauchtwarengeschäftes ein und stiegen ein. Ein Anrainer bemerkte das und verständigte die Polizei. Beamte des Stadtpolizeikommandos Margareten nahmen den alkoholisierten 16-Jährigen gleich vor dem Geschäft fest. Den 17-Jährigen spürte der Polizeihund im Inneren des Geschäftes auf.
Bursche beschimpfte Polizisten
Im Zuge seiner Festnahme beschimpfte der 17-Jährige die Beamten und beklagte sich über das zu laute Bellen des Polizeidiensthundes. Zudem klagte er über Schmerzen an den Handgelenken, da die angelegten Handfesseln seiner Ansicht nach zu eng seien. Als ein Polizist daraufhin die Handfesseln etwas lockerte, versuchte der Jugendliche, den Beamten zu treten. Dieser konnte dem Tritt ausweichen.
Anschließend klagte der 17-Jährige dann über Schmerzen im Brustbereich und gab an, keine Luft zu bekommen. Die Polizisten legten ihm daraufhin die Handfesseln vor dem Körper an. Auch das nutzte der Jugendliche für einen Fluchtversuch. Dieser endete allerdings bereits nach etwa drei Metern. Beide bereits amtsbekannten Burschen wurden über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in eine Justizanstalt gebracht.