Elfjähriger Steirer aus schwierigem Klettersteig gerettet

Alpinpolizisten haben Samstagnachmittag einen Elfjährigen aus einer sehr schwierigen Passage des Bürgeralm-Panoramaklettersteigs gerettet: Für den Bub, der zusammen mit zwei 36-jährigen Verwandten unterwegs war, war es die erste Tour im freien Gelände. Davor hatte er nur in Hallen trainiert. In der Passage der Kategorie D – die ursprünglich gar nicht geplant gewesen sei – verließen ihn dann die Kräfte. Er wurde unverletzt gerettet. Die Alpinpolizei fordert mehr Vorsicht ein.
Die beiden 36-jährigen Verwandten hatten sich am Samstag als erste Alpintour für den jungen Kletterer aus dem Bezirk Graz-Umgebung den Panoramaklettersteig vorgenommen. Dieser weist nach der österreichischen Klettersteigskala überwiegend den Schwierigkeitsgrad D und damit sehr schwierige Passagen auf. Geplant war allerdings eine leichtere Route: Vor den schwierigen Abschnitten wollte das Trio über einen Notausstieg den Steig verlassen.
Mahnung der Alpinpolizei
Doch es kam anders: Als sie an der Stelle des Ausstiegs waren, habe der Bub gemeint, dass er sich körperlich und mental noch fit genug fühle. Daher wurde beschlossen, den Steig fortzusetzen. Als dann eine schwierige Stelle der Kategorie D kam, verließen ihn aber doch die Kräfte. Er konnte nicht mehr selbstständig weiterklettern und auch seine Klettersteigkarabiner nicht mehr umhängen. Die grundsätzlich gut ausgerüsteten Alpinisten sicherten das Kind daraufhin fachgerecht am Stahlseil und verständigten die Rettungskräfte. Einsatzkräfte der Bergrettung Aflenz und der Alpinpolizei halfen dem Elfjährigen dann gegen 13.30 Uhr aus dem Klettersteig.
Die steirische Alpinpolizei erinnerte am Sonntag, Touren gewissenhaft vorzubereiten. Eine sorgfältige Planung, geeignete Ausrüstung und vor allem eine realistische Einschätzung der körperlichen Fähigkeiten sind wesentliche Voraussetzungen für eine sichere Bergtour im Gelände. So ließen sich viele alpine Notlagen bereits im Vorfeld vermeiden.