Ermittlungen nach Tötung eines Mannes durch Polizei in NÖ

Nach der Tötung eines Mannes durch die Polizei am Mittwoch in Bad Vöslau (Bezirk Baden) hat die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt eine Obduktion angeordnet. Weiters sei ein Sachverständiger für Schießwesen und Ballistik bestellt worden, sagte Sprecherin Silke Pernsteiner am Donnerstag auf Anfrage. Der amtsbekannte 40-Jährige soll zuvor mit einem Messer auf seine Partnerin eingestochen und die 27-Jährige schwer verletzt haben.
Mehrere Personen hatten gegen 13.15 Uhr Hilferufe und einen Streit in einem Mehrparteienhaus bemerkt und die Einsatzkräfte verständigt. Die Polizei lokalisierte die Wohnung, die Tür dürfte nicht verschlossen gewesen sein. Die Frau erlitt mehrere Stichwunden und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.
Bereits zuvor Einsätze in Verbindung mit dem 40-Jährigen und der Frau
Im Zuge des Polizeieinsatzes in der Wohnung soll ein Polizist mehrere Schüsse abgegeben haben. Der Verdächtige wurde tödlich verletzt. Ein Gutachten soll nun klären, wie viele Schüsse abgegeben wurden und aus welcher Distanz gefeuert wurde. Eine Obduktion soll Aufschluss über die genaue Todesursache geben und darüber, wie oft der Mann getroffen wurde. Das Messer wurde sichergestellt.
In Zusammenhang mit dem 40-Jährigen und der 27-Jährigen hatte es laut Staatsanwaltschaft bereits zuvor Einsätze gegeben. Die beiden österreichischen Staatsbürger dürften amtsbekannt gewesen sein, hieß es.
Die Ermittlungen und die Tatortarbeit waren weiterhin im Gange. Der Ablauf und der Schusswaffengebrauch werden von der im Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) angesiedelten Ermittlungs- und Beschwerdestelle Misshandlungsvorwürfe (EBM) erhoben und geprüft.
(S E R V I C E – In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, ; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter , sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217, , beim Polizei-Notruf: 133)