EU-Kommission will KI-Infrastruktur in Schulen ausbauen

Die EU-Kommission will Künstliche Intelligenz (KI) besser in Schulen integrieren. Das hat die EU-Kommission am Donnerstag bei der Präsentation ihres “Education and Skills”-Pakets betont. Künftig sollen vertrauenswürdige europäische KI-Tools Schulen zur Verfügung stehen sowie ein eigenes KI-Kompetenzzertifikat eingeführt werden. Das Paket sieht zudem Schulallianzen sowie Maßnahmen gegen den Lehrermangel vor.
Mit dem Fokus auf KI will die Kommission für technische Souveränität und Unabhängigkeit sicherstellen, hieß es am Nachmittag bei einer Pressekonferenz. Ein auf Initiative von acht Mitgliedsstaaten gegründetes Konsortium soll dazu auch einen sicheren Datenaustausch zwischen Bildungseinrichtungen ermöglichen und europäische Unternehmen im Bildungstechnologiebereich unterstützen. Im Zuge des KI-Zertifikats sollen zudem Kompetenz- und Lernziele für Schüler festgelegt werden.
Im Zuge des Austauschprogramms “Erasmus+” peilt die EU 100 neue Schulallianzen pro Jahr an. Von den länderübergreifenden Allianzen erhofft sich die EU unter anderem verbesserte Unterrichtsmethoden.
Maßnahmen gegen Lehrermangel
Die Kommission fordert zudem die Mitgliedstaaten im Rahmen der “EU Teachers Agenda” dazu auf, dem Lehrkräftemangel durch attraktive Laufbahn- und Arbeitsbedingungen, eine verbesserte Ausbildung und berufliche Weiterbildung sowie durch die Stärkung von Lehrkräften beim Einsatz von KI entgegenzuwirken.
Unterstützung auf EU-Ebene erfolgt zudem durch die weiterentwickelten “Teacher Academies 2.0”, die sich ab 2027 gezielt an angehende Lehrkräfte und Schulleitungen richten. Der Rat muss das Paket nun prüfen und verabschieden. Die Kommission berief sich am Donnerstag unter anderem auch auf eine Auswertung der jüngsten PISA-Studie. Laut den Zahlen erbringen 33,9 Prozent der 15-Jährigen in Europa in Mathematik, 31,3 Prozent im Lesen und 25,9 Prozent in den Naturwissenschaften unterdurchschnittliche Leistungen. Die Kommission will diesen Anteil auf unter 15 Prozent bringen.