Fast jeder Vierte betreibt Nachbarschaftshilfe

Vier von zehn Personen in Österreich betreiben aktive Nachbarschaftshilfe, die grundsätzliche Bereitschaft ist aber noch höher. Das geht aus einer ImmoScout24-Umfrage mit 1.000 Teilnehmenden hervor. Kleinere handwerkliche Unterstützungen sind dabei die häufigsten Tätigkeiten (18 Prozent). Weitere 14 Prozent unterstützen ältere oder alleinlebende Personen oder übernehmen das Hunde- beziehungsweise Katzensitten, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag.
Elf Prozent kümmern sich um Gemeinschaftsflächen, also Gärten, Innenhof oder Spielplatz, zehn Prozent helfen bei der Organisation oder Durchführung von Veranstaltungen in der Nachbarschaft. Dem bereits vorhandenen Engagement steht laut den Umfrageergebnissen ein noch größeres Potenzial gegenüber. Sieben von zehn Personen können sich demnach vorstellen, ältere oder alleinlebende Personen zu unterstützen. Auch die Betreuung von Neuankömmlingen in der Nachbarschaft ist für 59 Prozent denkbar – aktuell sind hier jedoch nur fünf Prozent tatsächlich aktiv. Ähnlich groß ist die Lücke bei der Organisation oder Mithilfe bei Nachbarschaftsveranstaltungen: Zehn Prozent engagieren sich bereits, 56 Prozent können es sich vorstellen.
Ältere helfen tatsächlich, Jüngere sind dazu bereit
Auch die Betreuung von Haustieren käme theoretisch für mehr als die Hälfte (56 Prozent) infrage. Kleinere handwerkliche Tätigkeiten könnten sich 55 Prozent vorstellen, die Pflege von Gemeinschaftsflächen 54 Prozent. Und sogar jeder zweite Befragte würde auch Kinder in der Nachbarschaft betreuen.
Ein Blick auf die Altersgruppen zeigt, dass die 50- bis 69-Jährigen überdurchschnittlich oft tatsächlich helfen, während Jüngere zwischen 18 und 29 Jahren in vielen Bereichen eine hohe Bereitschaft angaben. Was die regionalen Unterschiede betrifft, so zeigt sich, dass das aktuelle Engagement in Niederösterreich und dem Burgenland, wo 48 Prozent bereits in zumindest einem Bereich der Nachbarschaftshilfe aktiv sind, besonders hoch ist. In Wien liegt der Wert mit 29 Prozent deutlich niedriger. Insgesamt gilt, dass die Unterstützung von der Größe der Gemeinde abhängt: In Orten mit bis zu 5.000 Einwohnern engagieren sich 45 Prozent, im städtischen Bereich sind es 38 Prozent.