Filmmuseum mit “weltweit einzigartiger” China-Retrospektive

Das Filmmuseum in Wien jubelt über die Auslastung im ersten Halbjahr. Die Retrospektiven zu Luchino Visconti und Derek Jarman oder auch Programme zu Stanley Kubrick, Michael Roemer und Shirley Clarke sorgten für 47 ausverkaufte Vorstellungen. Das zeige, “dass die Sehnsucht nach analogen Kinoerlebnissen und kuratierter Filmgeschichte ungebrochen ist”, so Direktor Michael Loebenstein. Eine “weltweit einzigartige” China-Retrospektive soll den Erfolgslauf fortsetzen.
Beleuchtet wird im September und Oktober der “Vorfrühling des chinesischen Kinos” von 1922 bis 1964. Laut einer Aussendung zählen zu den frühen Meilensteinen etwa die Komödie “Labourer’s Love” (1922) und “The Cave of the Silken Web” (1927). Als besonderer Höhepunkt wurde am Mittwoch in einer Aussendung Fei Mus “Spring in a Small Town” (1948) angepriesen. Das Werk gelte als einer der bedeutendsten Filme der Kinogeschichte.
Abseits von China widmet sich das Filmmuseum im Herbst u.a. der US-Experimentalfilmerin Peggy Ahwesh, “die patriarchale Darstellungsmuster subjektiv unterwandert”. Für einen vollen Saal könnten auch die Vorführungen von Filmen von Michael Mann sorgen – darunter “Heat” (1996), “Collateral” (2004) und “Miami Vice” (2006). Das vollständige Programmheft soll am 17. August veröffentlicht werden.