Forstbetriebe sehen sich trotz solidem Jahr 2025 unter Druck

Wegen guter Niederschläge, stabilen Preisen und weniger Schadereignissen ist 2025 für die heimischen Forstbesitzer ein “solides Jahr” gewesen. Mit einem Holzeinschlag von 19,5 Millionen Festmetern sei man “nur leicht” unter 2024 gelegen, teilten die Land&Forst Betriebe Österreich am Dienstag mit. Für heuer rechne man mit 19,8 Mio. Festmetern – also Kubikmetern fester Holzmasse. Wegen steigender Kosten stehe die Branche aber unter Druck.
“Der Einschlag der österreichischen Forstwirtschaft ist seit einigen Jahren auf einem stabilen, hohen Niveau”, konstatiert der Generalsekretär der Branchenvertretung, Martin Kubli in einer Aussendung. “Die Kosten wachsen aber zum Teil schneller als die Bäume”. Die Kosten für die Holzernte seien in den vergangenen fünf Jahren um etwa 22 Prozent gestiegen, die Gesamtkosten um 35 Prozent.
Iran-Krieg lasse Kosten steigen und Absatzmärkte wegbrechen
Auch von den Folgen des Iran-Krieges sei man betroffen. Neben steigenden Kosten für Energie, Transport und Düngemittel würden Lieferketten gestört und Absatzmärkte kurzfristig wegbrechen. Die von der Regierung angekündigte Wiedereinführung der Agrardieselrückvergütung sei “daher ein richtiger und wichtiger Schritt, um die Betriebe in dieser Situation zu entlasten”, so Verbandspräsident Konrad Mylius. Probleme und Mehrbelastungen sieht er im Zusammenhang mit der EU-Entwaldungs- bzw. Renaturierungsverordnung.
Eine große Herausforderung stelle der Klimawandel dar. Der “notwendige Waldumbau, verstärkte Pflege und Investitionen in klimafitte Bestände” würden zu einem steigenden Anpassungsdruck und zu zusätzlichen Kosten führen. Mit Blick auf die Budgetdiskussionen ermahnte Mylius die Politik zu einer Fortführung des Waldfonds.