Fridays For Future wollen am Freitag wieder auf die Straße

13.10.2026 • 12:16 Uhr
Fridays For Future wollen am Freitag wieder auf die Straße

Nach der Rekordhitze im heurigen Sommer will Fridays For Future Austria wieder protestieren. Für den kommenden Freitag sind Demonstrationen in sieben Bundesländern geplant, bei denen junge Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen. In der Bundeshauptstadt will die Umweltbewegung ab 14.30 Uhr vom Praterstern losmarschieren. Bereits am Dienstagvormittag wurden bei einer Pressekonferenz erste Statements abgegeben.

Die Fridays For Future-Sprecherin Veronika Müller pochte dabei auf mehr nachhaltige und leistbare Mobilität. “Wir brauchen keinen Lobautunnel, keine A9 in Graz und keine A26 in Linz.” Inzwischen sei der Klimawandel auch auf den Almen spürbar, etwa durch Wassermangel, erklärte die Tiroler Aktivistin Sofia Scherer. Für die Landwirtschaft will sie von der Politik “gezielte finanzielle Hilfe” während der Trockenzeiten, aber ohne Gießkannenprinzip. “Bei solchen Dürreperioden, wie wir sie diesen Sommer erlebt haben, wächst das Gras nicht und die Heuernte fällt schlecht aus”, so die Aktivistin.

Volkshilfe-Direktor unterstützt Fridays For Future

Unterstützung bekam die Umweltbewegung von Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe. Armutsbetroffene würden die Temperaturen nämlich besonders stark spüren und häufig in hitzeanfälligen Vierteln leben. “Wir haben bei den Menschen, mit denen wir arbeiten, gemessen, dass es bis zu 40 Grad in den Wohnungen hatte”, so Fenninger. Außerdem seien Senioren aufgrund eingeschränkter Mobilität oft zu Hause isoliert. Von der Regierung fordert der Volkshilfe-Direktor nun einen Hitzeschutzplan.