FSW verzeichnete Anstieg bei Pflege und Behindertenbetreuung

17.06.2026 • 13:28 Uhr
FSW verzeichnete Anstieg bei Pflege und Behindertenbetreuung

Der Fonds Soziales Wien hat im vergangenen Jahr einen Anstieg bei jenen Personen registriert, die eine Pflegeleistung oder Angebote im Bereich der Behindertenbetreuung in Anspruch genommen haben. Das wurde am Mittwoch bei der Präsentation des Jahresberichts für 2025 verkündet. Insgesamt wurden im Vorjahr 133.500 Wienerinnen und Wiener unterstützt. Der FSW-Gesamtaufwand betrug 2,9 Mrd. Euro.

Mit ihm wurden Leistungen in den Bereichen Pflege, Behinderung, Obdachlosigkeit oder Flüchtlingsunterstützung finanziert, wie in einer Pressekonferenz mit Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ), NEOS-Gemeinderätin Arabel Bernecker-Thiel und den FSW-Geschäftsführern Anita Bauer, Susanne Winkler und Michael Rosenberger erläutert wurde. Rund 93 Prozent der Mittel seien direkt in soziale Dienstleistungen geflossen, die gemeinsam mit zahlreichen Partnern angeboten würden, wurde betont. Damit seien auch rund 31.000 Arbeitsplätze gesichert worden.

Größte Gruppe im Bereich Pflege

Die größte Gruppe an Betroffenen waren erneut Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf. Deren Anzahl stieg um 1,6 Prozent auf 59.510. Sie nahmen sowohl Leistungen der stationären als auch der mobilen Pflege in Anspruch. Ein starker Anstieg wurde 2025 vor allem bei Heimhilfe und Hauskrankenpflege verzeichnet. Weiters wurden 15.520 Kundinnen und Kunden mit Behinderung versorgt. Das ist ein Anstieg von 1,7 Prozent. Zuwächse gab es hier unter anderem bei den psychischen Erkrankungen.

13.200 Personen wurden von der Obdach- und Wohnungslosenhilfe unterstützt. Die Zahl ist im Vergleich zu 2024 nahezu konstant geblieben. Der Anstieg fiel mit 0,3 Prozent minimal aus. Jedoch steigt seit längerer Zeit der Anteil der Frauen. Dies sei ein Zeichen dafür, dass es gelinge, immer mehr Frauen in verdeckter Wohnungslosigkeit zu erreichen, hieß es.

Rückgang bei Grundversorgung

Der Trend sinkender Zahlen im Bereich Grundversorgung hat sich laut FSW fortgesetzt. Im Vorjahr wurden knapp 35.600 geflüchtete Personen unterstützt. Das ist ein Rückgang von 27 Prozent. Seit heuer beziehen auch subsidiär Schutzberechtigte bei Bedarf wieder Leistungen aus der Grundversorgung, da sie in Wien keine Mindestsicherung mehr erhalten. Trotzdem rechnet man hier nicht mit einem signifikanten Anstieg im Jahr 2026, wie heute erklärt wurde.

Laut Jahresbericht flossen 6,2 Prozent der Mittel in Sach- und Personalaufwendungen. Die Inflation treibe die Kosten nach oben, man wolle aber dafür sorgen, dass die nötigen Leistungen weiter angeboten würden, versprach das FSW-Leitungsteam. Auch Sozialstadtrat Hacker hielt fest: “Die soziale Sicherheit in dieser Stadt steht nicht zur Disposition.”