Greenpeace: Fünf Ölteppiche in der Straße von Hormuz

In der Straße von Hormuz zeigen aktuelle Satellitenbilder nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation Greenpeace fünf größere Ölteppiche. Die Verschmutzung habe unter anderem die iranische Küste in der Nähe von Schutzgebieten um die Insel Qeshm erreicht, hieß es in einer Mitteilung. An der Insel liegen unter anderem große Mangrovenwälder. Auch an der omanischen Südseite der Straße sei ein Ölteppich sichtbar. Die zerklüftete Küste dort gilt als wichtiges Vogelrastgebiet.
Weitere Ölteppiche in der Region könnten vom Tanker “Riesco” stammen. “Dies könnte darauf hindeuten, dass das Schiff gesunken ist und weiterhin Öl austritt”, schreibt Greenpeace unter Verweis auf ein lediglich mögliches Szenario. Das US-Militär hatte die “Riesco” und weitere Tanker, die mit dem Iran in Verbindung gebracht werden, nach eigenen Angaben angegriffen. Auch der Iran hatte mehrfach Schiffe in der Region attackiert. Die Verschmutzungen mit konkreten Schiffsangriffen in der Region zu verbinden, ist häufig auch aufgrund eingeschränkter Transponderdaten schwer.
Greenpeace: Weiterer Ölteppich an Omans Küste vergrößert sich
Zudem breitet sich nach Greenpeace-Angaben ein weiterer Ölteppich an der Südküste Omans aus. Dort war der Tanker “Caroline Bezengi” auf Grund gelaufen, der Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet wird und unter EU-Sanktionen steht.
“Am 11. September wurde die sichtbare Fläche auf rund 400 Quadratkilometer geschätzt, am 12. September auf etwa 600 Quadratkilometer”, schrieben die Umweltschützer unter Berufung auf eine vorläufige Schätzung. Die Ursache für die Vergrößerung sei bisher unklar, möglich seien unter anderem weitere Schäden am Schiff sowie veränderte Wetter- und Meeresbedingungen.