Großrazzia gegen Jugendkriminalität in Italien

Bei einer landesweiten Polizeiaktion zur Bekämpfung der Jugendkriminalität sind in Italien 539 Menschen festgenommen worden, darunter 47 Minderjährige. Zudem wurden 954 Personen angezeigt, teilte die Polizei am Montag mit. An der Razzia beteiligten sich Einsatzkräfte in 44 Provinzen. Nach Angaben der Ermittler kontrollierten sie vor allem Drogenumschlagplätze und Ausgehviertel. Insgesamt wurden rund 188.000 Menschen überprüft, darunter mehr als 19.000 Minderjährige.
Die Polizei beschlagnahmte insgesamt rund 703 Kilogramm Drogen. Außerdem wurden etwa 307.000 Euro Bargeld, 49 Schusswaffen, 87 Messer und andere Hieb- und Stichwaffen sowie zahlreiche mutmaßlich gestohlene Gegenstände sichergestellt.
Im Rahmen der Aktion kontrollierten die Beamten 1.182 Gebäude, darunter Unterkünfte für unbegleitete minderjährige Migranten, Spielhallen und Geschäfte sowie öffentliche Plätze, Bahnhofsbereiche und Einkaufszentren. Nach Angaben der Polizei identifizierten die Ermittler außerdem 973 Profile in Sozialen Netzwerken, auf denen Hass und Gewalt verherrlicht worden sein sollen. Die Einsätze wurden von der italienischen Staatspolizei koordiniert. Die italienische Regierung um Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte in den vergangenen Tagen ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Jugendkriminalität verabschiedet.