Halloween-Schminke mit bedenklichen Inhaltsstoffen

28.10.2026 • 10:31 Uhr
Halloween-Schminke mit bedenklichen Inhaltsstoffen

Schrilles Make-up und Kunstblut gehören zu einem schaurig-schönen Halloween-Kostüm dazu. Die Arbeiterkammer Oberösterreich und die Umweltberatung haben 15 Schminkprodukte unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist eher schaurig als schön: Nur fünf wiesen keine bedenklichen Inhaltsstoffe auf. Die Konsumentenschützer raten, sorgfältig die Sicherheitshinweise auf der Verpackung zu lesen und empfehlen, ein Produkt vor dem Kauf mit der Toxfox-App zu überprüfen.

Getestet wurden Halloween-Schminksets, Lippenstifte und Kunstblut, die in Filialen bekannter Ketten gekauft wurden. Fünf der 15 Produkte enthielten verschiedene Kunststoffe, die nach dem Abspülen von der Haut in das Abwasser gelangen und dort nur schlecht abgebaut werden können. Sie wurden daher nur als bedingt empfehlenswert eingestuft. Fünf weitere bekamen die schlechteste Bewertung “nicht empfehlenswert”: Sie enthielten etwa Imidazolidinyl Urea, das als krebserregend eingestuftes Formaldehyd abgibt, Butylhydroxytoluol (BHT), Methylparaben oder Propylparaben.

Inhaltsstoffe können wie Hormone wirken

Diese Substanzen können im Körper wie Hormone wirken. So stehe BHT beispielsweise im Verdacht, die Schilddrüsenfunktion sowie Wachstum und Fruchtbarkeit in Lebewesen einzuschränken, informierten die Konsumentenschützer. Methylparaben werde bei Tieren in Zusammenhang mit Veränderungen der Geschlechtsorgane und einem Rückgang der Spermienqualität gebracht. Allerdings stufe die europäische Gesundheitsbehörde EFSA das hormonelle Risiko durch Kosmetik als vernachlässigbar ein, weil die Stoffe nur sehr langsam und in minimalen Mengen über die menschliche Haut in die Blutbahn gelangen.

Die Preise lagen zwischen 2,79 Euro für das billigste Schminkset und 12,99 Euro für einen halben Liter Kunstblut. Ein Zusammenhang zwischen Qualität und Preis ließ sich nur bedingt herstellen. So waren die fünf am besten bewerteten Produkte zwar im Vergleich eher teuer, rechnete man den Preis pro Milligramm oder Milliliter Inhalt, rangierten sie hingegen teils sogar im günstigen Bereich.

Sicherheitshinweise beachten

Die Konsumentenschützer raten, sorgfältig zu lesen, was auf den Verpackungen steht: Einige Produkte seien nicht für Kinder geeignet und erst ab einem bestimmten Alter freigegeben, andere müssen auf einem kleinen Hautareal getestet werden, bevor man sie großflächig anwendet, und manche sollten nicht in die Nähe von Augen und Lippen gelangen. Über den Barcode kann man die Produkte mit der App Toxfox auf hormonell verdächtige Schadstoffe, Nanopartikel, PFAS, Mikroplastik und andere Kunststoffe scannen.

(S E R V I C E – Test zum Download unter , Toxfox-App unter )