Heuer weniger Fluggäste im Juli und August
Die sechs österreichischen Flughäfen haben heuer in den Monaten Juli und August einen Passagierrückgang verzeichnet. So sank die Zahl der Fluggäste inklusive Transit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,1 Prozent auf sieben Millionen Passagiere, teilte die Statistik Austria am Donnerstag mit. Die Flugbewegungen auf den Flughäfen Wien, Graz, Klagenfurt, Innsbruck, Linz und Salzburg im Linien- und Gelegenheitsverkehr gingen um 4,9 Prozent zurück.
Dennoch rangierte das Passagieraufkommen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und reihte sich hinter den Spitzenwerten der Jahre 2025, 2024 und 2019 ein, kommentierte Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria die Daten. In den ersten Monaten dieses Jahres lag das Fluggastaufkommen noch über den Vorjahreswerten. Doch ab April verzeichneten die Flughäfen durchgehend weniger Passagiere als im Vorjahreszeitraum.
Größte Rückgänge in Klagenfurt und Linz
Die größten Rückgänge bei den Passagierzahlen verzeichneten der Flughafen Linz mit minus 13,5 Prozent und Klagenfurt mit minus 13 Prozent. Wien verzeichnete ein Minus um 5,8 Prozent auf 6,3 Millionen Passagiere, Graz um 2,4 Prozent. Zulegen konnten hingegen die Flughäfen Salzburg (plus 8,9 Prozent) und Innsbruck (plus 5,6 Prozent) – wobei Innsbruck damit noch nicht die Zahlen des Vor-Corona-Niveaus erreichte.
In der Hauptreisezeit Juli und August gab es insgesamt 50.511 Starts und Landungen und damit erstmals seit dem Sommer 2020 einen Rückgang der Flugbewegungen in den beiden Sommermonaten.
In Linz und Klagenfurt gab es nicht nur bei den Passagierzahlen, sondern auch bei den Starts und Ladungen die größten Rückgänge: So gingen die Flugbewegungen in Klagenfurt um 23,5 Prozent und in Linz um 16,6 Prozent zurück.
Frachtaufkommen ging zurück
Aber auch beim Frachtaufkommen verzeichneten die heimischen Airports Rückgange. Mit 42.183 Tonnen gab es gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 1,9 Prozent. Das Luftpostaufkommen sank um 19,4 Prozent auf 618 Tonnen.
Senkung der Flugabgabe
Für Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) sind die aktuellen Zahlen “ein Weckruf”. Österreich sei auf den Flughafen Wien als Drehkreuz sowie auf leistungsfähige Regionalflughäfen angewiesen. “Die Flugabgabe ist im europäischen Wettbewerb ein klarer Standortnachteil”, merkte Zehetner in einer Stellungnahme an. “Deshalb müssen wir die geplante Senkung rasch auf den Weg bringen. Das kann ein wichtiger erster Schritt für weitere Entlastungen sein.”