Hitze-Sondersitzung in Wien am 22. Oktober

Dem Wiener Stadtparlament steht demnächst buchstäblich eine hitzige Debatte ins Haus. Am 22. Oktober findet eine Sondersitzung des Gemeinderats statt, bei der die extremen Temperaturen im heurigen Sommer Thema sein werden. Beantragt wurde sie von den Grünen. Sie werfen der Stadtregierung vor, in Sachen Hitzeschutz ohne Konzept agiert zu haben.
Dementsprechend wurde der Titel “Klarer Plan statt heißer Luft: Wien braucht endlich verbindlichen Hitzeschutz. Die rot-pinke Stadtregierung muss jetzt handeln!” für die Sitzung gewählt. Die Grünen wollen unter anderem die Auswirkungen der Rekordhitze auf Schulen und Kindergärten oder auch auf die Patientinnen und Patienten in den Spitälern zur Sprache bringen.
“Wien war nicht gut gewappnet”
Kritisiert wird auch, dass die von der Stadt eingerichteten “coolen Zonen” am Wochenende selbst bei Temperaturen an die 41 Grad geschlossen hatten. Ältere Menschen hätten dadurch keinen Ort gehabt, an dem sie sich abkühlen konnten – auch weil die Bäder überfüllt waren, wie beklagt wird. “Der Sommer 2026 hat gezeigt: Wien war nicht gut für die Hitze gewappnet, die Stadtregierung war hilflos”, ärgerte sich Grünen-Chefin Judith Pühringer in einer Stellungnahme.
Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) sei in dieser Zeit untergetaucht, er habe keine Antworten auf die großen Fragen der Zukunft. Der Sommer 2026 habe allen die Augen geöffnet und man werde dafür sorgen, dass die Stadtregierung die Augen nicht wieder verschließe, versprach Pühringer: “Denn der nächste Hitzesommer wird kommen, ob die Stadtregierung will oder nicht.”
Urgiert wird ein klarer Plan für künftige Sommer. Kleine Einzelmaßnahmen würden nicht reichen, ist man überzeugt. Verwiesen wurde dazu auf Prognosen für 2027. Laut diesen werde das Wetterphänomen El Nino dafür sorgen, dass das kommende Jahr in Sachen Hitze keine Verschnaufpause bringen werde, warnen die Grünen.