Höchste Hitzewarnstufe für Seoul ausgerufen

Inmitten einer anhaltenden Hitzewelle hat der koreanische Wetterdienst erstmals in diesem Jahr die höchste Hitzewarnstufe für die Hauptstadt Seoul ausgerufen. Am Dienstagmittag Ortszeit haben die Temperaturen in Seoul 38 Grad erreicht, in der Nacht wird es laut Prognosen nur bis 29 Grad abkühlen. Die Bevölkerung wurde unterdessen aufgefordert, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten und ausreichend Wasser zu trinken.
In Seoul haben die Behörden zudem rund 4.000 öffentliche Einrichtungen als Hitzeschutzräume ausgewiesen, wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Die Hauptstadt hat 9,6 Millionen Bewohner, in der Metropolregion Seoul leben mehr als 25 Millionen Menschen – rund die Hälfte der Bevölkerung des Landes.
Rekordtemperatur erreicht
Präsident Lee Jae Myung bezeichnete die landesweite Hitzewelle während einer Kabinettssitzung als “nationale Katastrophe”, welche den Menschen den Alltag erschwere. Die Hitzewelle begann Ende Juli und erfasst mittlerweile das ganze Land.
Bereits am Wochenende hatten die Behörden im Südosten des Landes einen Hitzerekord gemeldet. In der südöstlichen Stadt Yangsan wurde mit 42,5 Grad der höchste Wert seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen.