In einigen italienischen Flughäfen wird Kerosin knapp

07.04.2026 • 13:19 Uhr

In einigen italienischen Flughäfen wird Kerosin knapp, zugleich wächst die Unsicherheit mit Blick auf die kommende Sommersaison. Nach einem ersten Alarm am Wochenende für vier Flughäfen veröffentlichte das aeronautische Informationssystem NOTAM eine weitere Mitteilung für den Flughafen der süditalienischen Adria-Hafenstadt Brindisi: Airlines können dort kein reguläres Auftanken mehr vornehmen und müssen die benötigte Treibstoffmenge bereits am vorherigen Abflugort einplanen.

Laut Mitteilung stehen nur “begrenzte Mengen” zur Verfügung, die ausschließlich für Staats-, Rettungs- und Ambulanzflüge vorgesehen sind. Einschränkungen gelten auch an den Flughäfen Reggio Calabria und Pescara.

Auswirkungen der Spannungen rund um die Straße von Hormuz

Bereits in den vergangenen Tagen hatte der Treibstoffanbieter Air BP eine rationierte Versorgung für Flüge an den Flughäfen Mailand-Linate, Venedig, Treviso und Bologna angekündigt. Beobachter sehen darin erste mögliche Auswirkungen der Spannungen rund um die Straße von Hormuz, auch wenn die italienische Luftfahrtbehörde ENAC betont, die Engpässe hingen vor allem mit dem traditionell erhöhten Verkehrsaufkommen während der Osterzeit zusammen.

Europa importiert rund 30 Prozent seines Flugkraftstoffs. Fluggesellschaften wie Ryanair und die AUA-Mutter Lufthansa warnen bereits vor möglichen Folgen, sollte sich die Krise im Persischen Golf bis in den Frühsommer ausweiten. Engpässe wurden zuletzt auch an mehreren Flughäfen in Asien gemeldet, wohin ein Großteil des durch die Straße von Hormuz transportierten Rohöls geliefert wird.