In Graz getötete Frau wies schwere Kopfverletzungen auf

Die am Donnerstag in der Grazer Innenstadt getötete 24-Jährige ist durch schwere Kopfverletzungen ums Leben gekommen. Eine Obduktion der Leiche ergab “massive Gewalt gegen den Kopf”, gab die Staatsanwaltschaft Graz am Samstag auf APA-Anfrage bekannt. Zur Tatwaffe wollte man vorerst keine Auskunft geben. Laut einem Bericht der “Kronen Zeitung” (Samstagsausgabe) soll der 23-jährige Bruder des Lebensgefährten die Frau mit einem Hammer erschlagen haben.
Der Sprecher der Grazer Staatsanwaltschaft, Christian Kroschl, wollte sich zu dem Medienbericht nicht äußern. Samstagmittag lief das Pflichtverhör des 23-jährigen Verdächtigen, auch über die Verhängung der Untersuchungshaft soll entschieden werden. In den Einvernahmen davor hatte der Beschuldigte zu allen Vorwürfen keine Angaben gemacht.
Motiv wohl noch im Dunkeln
Laut dem Zeitungsbericht soll es einen schon länger schwelenden Konflikt gegeben haben. Weitere Kenntnisse zum Motiv gab es offiziell aber sonst keine.
Die Polizei war Donnerstagmittag gegen 12.40 Uhr telefonisch bezüglich einer Gewalttat in einer Wohnung in der Grazer Innenstadt alarmiert worden. Polizisten fanden die 24-Jährige, die wegen der erlittenen Verletzungen noch am Vorfallsort verstarb. Eine Obduktion des Leichnams wurde angeordnet und am Freitag durchgeführt. Der 23-Jährige war kurz nach der Tat im Stiegenhaus von Beamten der Schnellen Interventionsgruppe (SIG) festgenommen worden.
Ermittler des Landeskriminalamts Steiermark hatten noch vor Ort die weiteren Erhebungen zur Klärung des Tötungsdelikts übernommen. Spezialisten sicherten am Tatort Spuren, um den genauen Ablauf des Geschehens rekonstruieren zu können. Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte das 24-jährige Opfer alleine in der Wohnung gewesen sein, als der Verdächtige offenbar gewaltsam hineingelangte. Sein Bruder, der mit der Frau in der Wohnung gelebt hat, war offenbar nicht zu Hause.
Beschuldigter in Justizanstalt eingeliefert
Ermittelt wird wegen des Verdachts des Mordes. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz wurde der Beschuldigte am Freitag in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.
(S E R V I C E – In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, ; beim Verein Frauenhäuser Steiermark ; beim Gewaltschutzzentrum Steiermark: und 0316-774199 sowie beim Polizei-Notruf: 133. Männer-Notruf: 0800 246 247.)