Industrieproduktion im Jänner gesunken

Der UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex ist im Jänner auf den tiefsten Wert seit einem halben Jahr gesunken. Mit 47,2 Punkten liegt er unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Trotz dieses Rückschlags – der starke Rückgang des Neugeschäfts führte erstmals seit drei Monaten zu einer Verringerung der Produktionsleistung – herrsche aber Optimismus in der heimischen Industrie, so die Bank Austria in einer Aussendung am Mittwoch.
Auch der Beschäftigungsabbau beschleunigte sich im Jänner. Absatzprobleme ließen die Bestände in den Fertigwarenlagern erneut stark steigen. Der verstärkte Kostenauftrieb verursachte einen beschleunigten Anstieg der Einkaufspreise, während der harte Wettbewerb in einem schwachen Nachfrageumfeld zu einem Rückgang der Verkaufspreise führte, so die Ökonomen der UniCredit-Tochter.
Optimismus in der Industrie trotzdem “überdurchschnittlich hoch”
Trotz dieser unmittelbar ungünstigen Entwicklungen und Aussichten sei der Optimismus in der heimischen Industrie aber “überdurchschnittlich hoch”. Immerhin verbesserte sich für die verarbeitende Industrie im Euroraum der vorläufige Einkaufsmanagerindex im Jänner auf 49,4 Punkte. Der Anstieg der Indizes in den Hauptmärkten Deutschland und Frankreich auf 51,0 bzw. 48,6 Punkte trug dazu wesentlich bei. In beiden Märkten wurde damit das österreichische Umfrageergebnis übertroffen.
“Die günstigeren Vorgaben aus Europa lassen hoffen, dass es sich bei der aktuellen Eintrübung der Industriekonjunktur nur um eine Delle handelt, die in den kommenden Monaten überwunden werden kann”, so Bank-Austria-Ökonom Stefan Bruckbauer. “Ungeachtet der großen Herausforderungen durch die kostenbedingten Wettbewerbseinbußen, struktureller Veränderungen sowie der neuen Parameter im Außenhandel zeigten sich die heimischen Betriebe zu Jahresbeginn weiter optimistisch.” Trotz eines Rückgangs des Index für die Produktionserwartungen auf Jahressicht auf 58,9 Punkte wurde der langjährige Durchschnitt weiter deutlich übertroffen, so Bruckbauer.