Iran-Krieg hinterlässt auch Spuren am heimischen Immo-Markt

10.03.2026 • 12:23 Uhr
Iran-Krieg hinterlässt auch Spuren am heimischen Immo-Markt

Der Krieg im Iran dürfte auch Spuren auf dem österreichischen Immobilienmarkt hinterlassen. Ein kürzerer Konflikt ohne nennenswerte Auswirkungen auf Inflation und Zinsen “spricht nicht gegen steigende Immobilienpreise, sondern eher dafür”, so der Ökonom Matthias Reith von der Raiffeisenbank International am Dienstag. Sollten die Öl- und Gaspreise in lichte Höhen emporklettern und die EZB zum Gegensteuern zwingen, “wäre die Leistbarkeit wieder für mehr Haushalte ein Thema”.

So angespannt wie 2023 wäre die Leistbarkeit von Immobilien allerdings nicht. “Die Trendwende auf dem Markt wäre nicht abgesagt, aber deutlich abgebremst”, hielt Reith fest. Die Auswirkungen auf den Markt hingen stark vom Verlauf des Krieges ab.

Höhere Zinsen

Sollte die Inflation durch nochmals deutlich steigende Energiepreise angeheizt werden und die Europäische Zentralbank (EZB) darauf mit Leitzinserhöhungen reagieren, “könnte die Erholung auf dem Immobilienmarkt zwar nicht abgesagt, aber doch deutlich abgebremst werden”, erwartet Reith. Für den Wohnbau könnte ein längerer Konflikt samt höherer EZB-Zinsen allerdings “ein weiteres Rezessionsjahr besiegeln”.

Während die monatliche Kreditrate eines österreichischen Durchschnittshaushalts für den Erwerb eines Einfamilienhauses im vierten Quartal 2025 einer aktuellen Raiffeisen Research Analyse zufolge bei 38 Prozent lag, müssten dann Ende 2026 für Zins und Tilgung 40 Prozent eingeplant werden, Ende 2027 wären es 41 Prozent.

Zuletzt stiegen die österreichischen Immobilienpreise. “Nach einem Preisplus von 1 Prozent im Vorjahr rechnen wir damit, dass Wohneigentum heuer um 2 bis 3 Prozent teurer wird”, so der Ökonom. “Die Preise steigen zwar wieder, wachsen aber nicht in den Himmel.”