Jeder 8. Haushalt konnte sich 2024 Energie schwer leisten

Aufgrund des Iran-Kriegs sind die Energiepreise zuletzt wieder deutlich nach oben gegangen. Die Auswirkungen waren zunächst vor allem bei den Spritpreisen zu spüren, aber auch der Gaspreis legte in den vergangenen Tagen spürbar zu und könnte mittelfristig auch die Heizkosten privater Haushalte nach oben treiben. Das könnte die Situation für einkommensschwache Haushalte verschärfen. 2024 hatte jeder 8. Haushalt Schwierigkeiten, sich Energie zu leisten.
Das geht aus am Freitag veröffentlichten Zahlen der Statistik Austria hervor. “12,5 Prozent aller Haushalte in Österreich waren im Jahr 2024 energiearm – das heißt, sie hatten entweder überdurchschnittlich hohe Energiekosten bei wenig Einkommen oder mussten aus finanziellen Gründen stark Energie sparen”, sagte Statistik-Generaldirektorin Manuela Lenk laut Aussendung.
Eng verbunden ist Energiearmut mit Einkommensschwäche und geringer Teilhabe am Erwerbsleben. 45,8 Prozent – also knapp jeder Zweite – der armutsgefährdeten Haushalte mit niedriger Erwerbsintensität kämpfte 2024 damit, sich die monatlichen Energiekosten zu leisten. Auch ein Viertel der Ein-Eltern-Haushalte war laut Statistik Austria energiearm. Haushalte, die nicht armutsgefährdet sind, waren dagegen nur zu 5,9 Prozent betroffen.