Kärntner Künstler Reimo Wukounig 83-jährig gestorben

22.10.2026 • 12:54 Uhr
Kärntner Künstler Reimo Wukounig 83-jährig gestorben

Der Kärntner Künstler Reimo Wukounig ist am Mittwoch nach langer Krankheit in einem Wiener Spital im Alter von 83 Jahren verstorben. Das gab die Galerie Judith Walker gegenüber der APA bekannt. Werke des einstigen Biennale-Teilnehmers befinden sich in vielen Museen und Privatsammlungen. Zu seinen Preisen und Ehrungen kam 2023 auch das Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten. Landeshauptmann Peter Kaiser nannte ihn damals “eine Ausnahmeerscheinung der österreichischen Kunst”.

Wukounig wurde am 5. März 1943 in Klagenfurt geboren und wuchs in St. Kanzian am Klopeiner See auf. Seit seinem achten Lebensjahr war er in der Erziehungsanstalt Harbach bei Klagenfurt untergebracht und wurde eines der Missbrauchsopfer des Kinderarztes Franz Wurst. Das Erlebte arbeitete er später in seiner Kunst auf – etwa in seinem 1976 auf der Biennale di Venezia gezeigten “Zöglingszyklus. Einatmen – Ausatmen”.

Er studierte 1962 bis 1967 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Sergius Pauser. 1974 bis 1979 arbeitete er als Assistent an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien, später unterrichtete er an der Höheren Grafischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt in Wien. Als Maler, Zeichner und Objektkünstler ging er in die Tiefe, verarbeitete physische wie psychische Verletzungen und verweigerte sich oberflächlicher Interpretation. Seine Arbeiten wurden u.a. in der Secession, in der Albertina und in der Landesgalerie in Klagenfurt gezeigt. Zu seinem 80. Geburtstag richtete ihm die Stadt Klagenfurt unter dem Titel “Schwerkraft ohne Gnade” eine Einzelausstellung in der Alpen-Adria-Galerie aus.