Kärntner Landtagsdirektor soll wegen Betrugs vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat einen Strafantrag wegen schweren Betrugs gegen den seit Mai 2024 suspendierten Kärntner Landtagsdirektor Robert Weiß eingebracht. Behördensprecher Markus Kitz bestätigte der APA einen Bericht der “Kronen Zeitung” vom Mittwoch. Weiß soll über viele Jahre falsche Stundenaufzeichnungen geführt bzw. im Dienstzeiterfassungssystem unzutreffende Termine gebucht haben. Weiß wies die Vorwürfe bei seiner Suspendierung öffentlich zurück.
Laut Kitz geht die Staatsanwaltschaft von einem Tatzeitraum 2004 bis 2023 aus, angenommen wurde ein Schaden im Bereich 5.000 bis 100.000 Euro. Konkret soll Weiß durch die falschen Aufzeichnungen mit unzutreffenden Terminen und Überstunden an Sonntagen die Auszahlung einer Überstundenpauschale erreicht haben. Als Zeugen im Prozess sollen auch ehemalige Landtagspräsidenten befragt werden, die Aufzeichnungen abgezeichnet oder stillschweigend hingenommen haben, sagte Kitz.
Weiß war im Ermittlungsverfahren nicht geständig. Laut Kitz gab er an, korrekt gehandelt zu haben, tatsächlich sei sein Arbeitsaufwand über die Aufzeichnungen hinausgegangen.