KHM und Veronika Sandbichler trennen sich einvernehmlich

Der arbeitsrechtliche Konflikt zwischen der Führung des Kunsthistorischen Museums (KHM) und der seit Ende März dienstfrei gestellten Direktorin des Innsbrucker Schlosses Ambras, Veronika Sandbichler, nimmt eine letzte Wendung: Beide Parteien informierten am Mittwochabend über eine einvernehmliche Beendigung ihres Dienstverhältnisses, wie es in einer gemeinsamen Aussendung hieß. Über die Einzelheiten der Vereinbarung wurde Vertraulichkeit vereinbart.
Zuvor hatte, auch vom KHM-Verband bestätigt, eine Kündigung per Jahresende im Raum gestanden. Diese wurde nun im Rahmen eines bereits angekündigten Gesprächs über eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses obsolet, wie der KHM-Museumsverband der APA bestätigte.
Streit zwischen Wien und Tirol wütete seit Monaten
Der Verband dankte Sandbichler für ihren langjährigen Einsatz und ihre Verdienste zur Erfüllung der Aufgaben von Schloss Ambras Innsbruck. Ihr fachlicher Beitrag und ihr persönliches Engagement hätten die Institution über viele Jahre hinweg geprägt. Sandbichler wünschte “Schloss Ambras Innsbruck und dem KHM-Museumsverband für die Zukunft weiterhin viel Erfolg”.
Der öffentlich ausgetragene Streit zwischen Wien und Tirol – Schloss Ambras ist Teil des KHM-Verbands – wütete seit Monaten. Im März hatte Sandbichler der KHM-Führung “toxische Führungskultur” vorgeworfen, kurz darauf wurde sie dienstfrei gestellt. Generaldirektor Jonathan Fine selbst übernahm interimistisch. Mitte Juni entlastete ein externes, bis dato nicht öffentlich zugängliches Gutachten von Arbeitsrechtsexpertin Sieglinde Gahleitner Fine und dessen Geschäftsführungskollegen Paul Frey, wonach kein Mobbing oder Bossing zu erkennen sei.