Klassische Klangwolke als Auftakt zum Brucknerfest Linz 2026

05.09.2026 • 12:12 Uhr
Klassische Klangwolke als Auftakt zum Brucknerfest Linz 2026

Mit dem traditionellen Konzert an Bruckners Geburtstag, dem 4. September, hat am Freitag im Linzer Brucknerhaus der Veranstaltungsreigen des Brucknerfestes Linz 2026 begonnen. Zu Anton Bruckners 202. Ehrentag waren mit Stardirigent Riccardo Chailly und seiner Filarmonica della Scala internationale Größen der klassischen Musikwelt angereist. Dem Anlass entsprechend wurde das Konzert live aus dem Großen Saal des Brucknerhauses in den benachbarten Donaupark übertragen.

Auf dem Programm der “Klassischen Klangwolke” stand zwar kein Werk Bruckners, Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36 entstand jedoch 1877 zeitgleich mit Bruckners “Vierter”. Tschaikowskis Vierte gilt in der Musikwelt als seine “Schicksalssinfonie”. Das Fanfarenmotiv der ersten Takte zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk. Dank des melodischen Reichtums zwischen zarter Lyrik und dann wieder etwas lärmender Instrumentation erwies sich die Sinfonie als ideal für eine “Klangwolke” im Freien. Chailly und seine Mailänder “Filarmonica” wurden vom Saalpublikum dementsprechend umjubelt.

Diesem Hauptwerk des Abends wurden zwei Kompositionen von Sergei Rachmaninoff vorangestellt: die kurze symphonische Dichtung op. 7 “Der Fels” und sein Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 g-Moll op. 40. Das vor exakt 100 Jahren nach Rachmaninoffs Emigration in die USA komponierte Werk verbindet romantische Tradition mit Offenheit für die amerikanische Moderne dieser Zeit. Der russische, in Berlin lebende Pianist Alexander Malofeev wurde dem durchaus schwierigen Aufbau des Klavierparts faszinierend gerecht. Der 25-Jährige hat bereits mit 13 Jahren den renommierten Tschaikowski-Wettbewerb gewonnen.

Kinder-Klangwolke am Mittwoch

Das Internationale Brucknerfest Linz wird dann am Sonntag in einer Woche (13. September) offiziell eröffnet. Davor steigen am Mittwochnachmittag (9. September) eine eigene Kinder-Klangwolke und am Samstag (12. September), die von Felix Breisach gestaltete visualisierte Linzer Klangwolke unter dem Titel “ATTheEndLinz” im Donaupark auf.

(Von Wolfgang Katzböck/APA)

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