Koordinationsgremium empfiehlt Verlängerung von Gasreserven

Das von der Bundesregierung wegen der Auswirkungen des Iran-Kriegs eingerichtete Koordinationsgremium empfiehlt die Verlängerung bzw. Einrichtung von Erdgasreserven in Österreich. Das teilte Regierungsberater Peter Vorhofer am Dienstag nach der dritten Sitzung des Gremiums im Bundeskanzleramt mit. Die Empfehlungen beziehen sich auf die strategische Reserve Österreichs ebenso, wie auf die Bevorratung von Erdgas in Gaskraftwerken und durch Unternehmen.
Ein Vorteil sei der derzeitige niedrige Erdgaspreis, betonte der Regierungsberater. Mit einem Anreizsystem sollen Unternehmen zudem dazu bewogen werden, eigene Gasreserven anzulegen. “Je mehr Betriebe das selbst machen, desto robuster wird das Gesamtsystem.”
Beim Flugsprit Kerosin sei die Versorgungslage in Österreich dank der Produktion in der Raffinerie Schwechat “sehr gut”, bestätigte Vorhofer. Je länger die für die internationale Öl- und Gasversorgung wichtige Straße von Hormuz gesperrt sei, desto länger würden freilich die Auswirkungen andauern. Die vom Gremium empfohlenen Maßnahmen seien dazu da, dass die Folgen entweder nicht eintreten oder nur in abgeschwächter Form, betonte er.