Kosmetiker und Masseure fordern 2.000 Euro brutto

14.10.2022 • 15:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Gewerkschaft vida fordert die Arbeitgeber des Kosmetik-, Fußpflege- und Masseurgewerbe zu Sonder-Kollektivvertragsverhandlungen auf. Angesichts der starken Teuerung müsse der Brutto-Mindestlohn von derzeit 1.610 Euro auf 2.000 Euro steigen. vida-Vertreterin Christine Heitzinger verweist darauf, dass die Arbeitgeber anderer Branchen der Forderung nach einer Extra-KV-Runde bereits nachgekommen seien.

Dabei treffe die Teuerung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Branche ganz besonders hart, immerhin sei der Anteil von Teilzeitarbeit überdurchschnittlich hoch. “Und hier sind vor allem Frauen betroffen, oft alleinerziehende Kolleginnen, die die explodierenden Preise an den Rand der Existenz bringen”, so Heitzinger.

Die Wirtschaftskammer zeige mit ihrer Verweigerung einer Sonder-KV-Runde angesichts der hohen Teuerungsrate dass sie “die Signale nicht verstanden hat”. “Offenbar denkt man sich dort nach dem Vorbild von Marie-Antoinette, dass die Kolleginnen und Kollegen doch lieber Kuchen essen sollen, wenn sie kein Brot haben”, so die Gewerkschafterin empört.

Seitens der Wirtschaftskammer sieht man keine aktuellen Probleme: “Als Bundesinnung der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure sind wir immer zu Gesprächen bereit – in der Zwischenzeit konnte auch bereits ein Termin mit der Gewerkschaft vida dafür vereinbart werden”, sagt Bundesinnungsmeisterin Dagmar Zeibig zu den Vorwürfen seitens des Fachbereichs Dienstleistungen in der Gewerkschaft vida. Sie sprach sich in einer Aussendung dafür aus, “am konsensualen Weg festzuhalten, der gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung beschritten wird”.

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