Legendäre Sopranistin Ileana Cotruba? gestorben

20.08.2026 • 16:40 Uhr
Legendäre Sopranistin Ileana Cotruba? gestorben

Ileana Cotrubaș ist tot – und damit eine der legendären Sopranistinnen der Wiener Staatsoper. Die gebürtige Rumänin, Ehrenmitglied des Hauses am Ring, verstarb nun im Alter von 87 Jahren. “Äußere, glatte Perfektion war nicht, was sie suchte, sondern künstlerische Wahrheit in Gesang und Spiel”, zollte “ihr” Haus am Donnerstag der verstorbenen Künstlerin den gebührenden Respekt.

Geboren wurde die spätere Sängerin am 9. Juni 1939 im ostrumänischen Galați, wobei die Familie 1945 in die Hauptstadt übersiedelte. Cotrubaș studierte später an der dortigen Musikakademie von Bukarest, wo sie 1964 an der dortigen Nationaloper auch ihr persönliches Bühnendebüt feierte. Ihr Sieg beim Gesangswettbewerb in ‘s-Hertogenbosch in den Niederlanden öffnete ihr 1965 die Tür in den Westen. So feierte Cotrubaș alsbald in Brüssel und Amsterdam Erfolge und studierte ab 1967 in ihrer neuen Wahlheimat Wien. 1968 war sie dann erstmals bei den Salzburger Festspielen zu hören und erhielt im selben Jahr ihr erstes festes Engagement in Frankfurt.

Debüt an der Staatsoper 1969

Ihr persönliches Debüt an der Wiener Staatsoper folgte 1969 als Pamina in der “Zauberflöte” – der Auftakt zu einer langen, gemeinsamen Geschichte, in der die Rumänin bis 1990 zahlreiche bis heute legendäre Interpretationen zentraler Partien vorlegte – von der Violetta über die Mimì bis zur Zerlina. Am 26. November 1990 sagte sie dem Wiener Publikum mit einer letzten Mimí für immer Adieu.

Aber auch wenn Wien ihre künstlerische wie ihre tatsächliche Heimat wurde, war Ileana Cotrubaș in ihrer Karriere an allen zentralen Opernhäusern zu erleben – von Paris über Mailand bis New York. Seit 1981 trug die Künstlerin den Titel der Österreichischen Kammersängerin und konnte sich 1991 über die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Staatsoper freuen. Ihr Haus hat aus diesem Grunde zu Ehren der Verstorbenen die schwarze Flagge gehisst.