Mann in Wien durch Messerstich lebensgefährlich verletzt

Das Treffen mit einem Freund hat für einen 47-Jährigen Donnerstagnachmittag in der Wiener Innenstadt mit einem lebensgefährlichen Messerstich in den linken Oberschenkel geendet. Das Opfer wurde vermutlich völlig wahllos vom mutmaßlichen Täter ausgewählt, der mit psychischen Problemen in Behandlung ist, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der 41-jährige Österreicher kehrte nach kurzer Flucht wieder zum Tatort zurück und wurde festgenommen.
Um 14.00 Uhr war der 47-Jährige in der Wollzeile verabredet, als es kurz vor der Begegnung zu dem Zwischenfall kam. Sein Bekannter konnte ihn nur noch auf dem Boden liegend und schwer blutend am Treffpunkt auffinden, während er den mutmaßlichen Täter weglaufen sah. Weitere Zeugen gab es nicht, weshalb der genaue Ablauf zunächst noch nicht nachvollziehbar war.
Die alarmierten Einsatzkräfte konnten den Tatverdächtigen schnell anhalten und nahmen ihn vorläufig fest. Gegen den Mann bestand bereits ein behördliches Waffenverbot. Im Zuge der Durchsuchung seiner nahe gelegenen Wohnung konnten die Beamten unter anderem 15 Messer und drei Schwerter sicherstellen.
Opfer nicht mehr in Lebensgefahr
Das Opfer wurde von der Wiener Berufsrettung notfallmedizinisch versorgt und in den Schockraum eines Spitals gebracht. Der Mann befindet sich zwischenzeitlich nicht mehr in Lebensgefahr. Er konnte aber noch nicht vernommen werden. Die Hintergründe werden ermittelt, Hinweise würden aber darauf hindeuten, dass der Mann zum Zufallsopfer wurde.
Der 41-jährige Österreicher wurde wegen des Verdachts der absichtlich schweren Körperverletzung angezeigt und befindet sich in polizeilichem Gewahrsam.