Marokko nach 4:2 gegen Haiti als Zweiter in K.o.-Phase

25.06.2026 • 03:01 Uhr

Nach hartem Kampf und zweimaligem Rückstand hat Marokko am Donnerstag in Atlanta das finale Vorrunden-Spiel gegen Underdog Haiti mit 4:2 (2:2) gewonnen, den Sieg in Gruppe C aber dennoch verpasst. Diesen sicherte sich das punktgleiche Brasilien mit einem klaren 3:0-Erfolg im Parallelspiel über Schottland. Marokko steht als Zweiter zum dritten Mal in der K.o.-Phase einer Fußball-WM, Haiti blieb der historisch erste Punktgewinn verwehrt.

“Es war ein verrücktes Spiel mit vielen Toren. Haiti hat großen Kampfgeist gezeigt und es uns sehr schwer gemacht. Am Ende haben wir es aber geschafft, wir sind überglücklich über den Aufstieg”, sagte Marokkos Kapitän Achraf Hakimi. Haiti verabschiedete sich trotz der dritten Niederlage erhobenen Hauptes von der WM. “Ich hoffe, dass wir unseren Fans etwas geboten haben, worüber sie sich freuen können. Wir müssen weiter hart arbeiten, um in vier Jahren wieder dabei zu sein”, meinte Teamchef Sebastien Migne.

Das bereits vor dem dritten Spieltag ausgeschieden gewesene Team aus der Karibik erwischte einen Traumstart. Eine Hereingabe verlängerte Lenny Joseph mit der Ferse, über den Rücken von Marokko-Tormann Yassine Bounou sprang der Ball ins eigene Tor (10.) – für Haiti war es der erste WM-Treffer seit 52 Jahren. Marokko war um eine schnelle Antwort bemüht, scheiterte aber ein ums andere Mal am starken Haiti-Keeper Johny Placide.

Torfestival vor der Pause

Der logische Ausgleich von Hakimi – der Kapitän bugsierte den Ball aus kurzer Distanz ins Netz (39.) – läutete eine wilde Schlussphase der ersten Hälfte ein. Wilson Isidor brachte den Außenseiter mit einem Traumtor ins Kreuzeck erneut in Führung (43.), Ismael Saibari stellte mit seinem dritten Turniertreffer auf 2:2 (45.+1).

Nach Seitenwechsel verpuffte das Offensivspektakel zunächst ein wenig. Mit Fortdauer erhöhte Marokko den Druck, in der Schlussviertelstunde sorgten die eingewechselten Soufiane Rahimi nach einer Ecke (78.) und Gessime Yassine (89.) für die späte Entscheidung. Im Sechzehntelfinale trifft der WM-Vierte von 2022 auf den Sieger der Gruppe F, der Niederlande, Japan oder Schweden heißt.