ME/CFS: Referenzzentrum soll nach 2027 fortgeführt werden

21.06.2026 • 06:00 Uhr
ME/CFS: Referenzzentrum soll nach 2027 fortgeführt werden

Die Fortführung des 2024 eingerichteten Nationalen Referenzzentrums für postvirale Syndrome (PAIS) an der MedUni Wien ist auch über die aktuelle Vertragsperiode hinaus vorgesehen. Der noch laufende Vertrag der auf Erkrankungen wie ME/CFS oder Post Covid spezialisierten Einrichtung endet im Herbst 2027, die weitere Finanzierung sei budgetiert, hieß es aus dem Gesundheitsstaatssekretariat zur APA.

Zuletzt hatten die vier Ex-Gesundheitsminister bzw. -ministerinnen Rudolf Anschober, Johannes Rauch (beide Grüne), Maria Rauch-Kallat (ÖVP) und Andrea Kdolsky (parteifrei/zuvor ÖVP) im Rahmen ihrer Forderungen zum seit 2024 brach liegenden PAIS-Aktionsplan eine Klarstellung über die weitere Finanzierung gefordert.

Vertrag muss neu aufgesetzt werden

Im Staatssekretariat erklärte man nun dazu, es müsse für die Zeit nach dem Auslaufen des aktuellen Vertrages ein entsprechende Nachfolgevereinbarung gefunden werden. Hierbei sei noch zu klären, inwieweit hier adaptiert werden müsse. Die Fortführung sei aber “budgetiert”, sagte ein Sprecher von Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) zur APA.

Seitens des Referenzzentrums hieß es dazu auf APA-Anfrage, die aktuelle Laufzeit des Zentrums gehe bis September 2027. Man freue sich “über diese über die APA an uns herangetragenen Informationen” und sei “gespannt auf die Details und den Umfang der Fortführung”. “Wir hoffen, dass wir bald entsprechende Informationen vom BMASGPK (Gesundheitsministerium, Anm.) erhalten”, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme seitens der Leitung des Referenzzentrums.

Referenzzentrum 2024 beauftragt

Das Gesundheitsministerium hat im Herbst 2024 – einer Empfehlung des Obersten Sanitätsrats folgend – die Medizinische Universität Wien mit dem Betrieb eines Nationalen Referenzzentrums für postvirale Syndrome (wie etwa ME/CFS oder Post Covid) beauftragt. Die MedUni hatte im Rahmen eines EU-weiten Vergabeverfahrens den Zuschlag dafür erhalten, für drei Jahre stand ein Budget von rund einer Million Euro zur Verfügung. Zentrale Aufgabe des Zentrums ist die Aufbereitung und Weitergabe von Wissen.