Mehrere Tote bei russischen Luftangriffen auf die Ukraine
Bei russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine sind am Sonntag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Westlich von Kiew schlug in einem Vorort der Hauptstadt eine Drohne auf einem Markt ein. Dabei wurden laut Behördenangaben zwei Menschen getötet und etwa zehn verletzt. In der nördlichen Stadt Sumy starben dem regionalen Gouverneur Oleh Hryhorow zufolge zwei Menschen durch Gleitbomben. In Charkiw im Nordosten wurde ein Autofahrer durch einen Drohneneinschlag getötet.
Bei dem Einschlag einer russischen Lenkbombe in ein Wohnhaus in Charkiw wurden zudem 15 Menschen verletzt. Unter den Opfern seien auch Kinder, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Charkiw im Nordosten des Landes ist die zweitgrößte Stadt der Ukraine.
In Kiew gab es nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko neun Verletzte. Dort seien unter anderem Hochhäuser, Datenzentren und ein Gebäude getroffen worden, das vom saudi-arabischen Botschafter als Residenz genutzt werde. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die Angriffe auf zivile Ziele auf der Nachrichtenplattform X als Terrorismus.
Nach mehr als viereinhalb Jahren kein Kriegsende in Sicht
Die Ukraine wehrt sich seit über viereinhalb Jahren gegen eine Invasion der russischen Armee. Angesichts festgefahrener Frontlinien greift Russland mit seiner Luftwaffe, Kampfdrohnen und ballistischen Raketen verstärkt die Städte der Ukraine an. Die Ukraine wehrt sich mit Drohnenangriffen gegen Objekte der Erdöl- und Rüstungsindustrie auf russischem Staatsgebiet.