Meinl-Reisinger in Montenegro: EU-Beitritt “in Reichweite”

02.10.2026 • 19:14 Uhr
Meinl-Reisinger in Montenegro: EU-Beitritt "in Reichweite"

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hat am Freitag in Montenegro die Fortschritte des Landes am Weg in die Europäische Union betont. “Der EU-Beitritt Montenegros ist in Reichweite. Jetzt geht es darum, die letzten Meter mit voller Entschlossenheit zu gehen”, teilte das Ministerium nach einem Austausch im Slavkov-Format mit. Mit ihren Amtskollegen aus Tschechien und der Slowakei traf Meinl-Reisinger in der Hauptstadt Podgorica auf montenegrinische Spitzenpolitiker.

Neben Staatspräsident Jakov Milatović waren Premierminister Milojko Spajić sowie Außenminister Ervin Ibrahimović anwesend, hieß es in einer Aussendung. Im Zentrum der Gespräche seien der EU-Beitritt und die Zusammenarbeit in Wirtschaft, Energie und Sicherheit gestanden. Man stehe an Montenegros Seite, sagte Meinl-Reisinger. “Das tun wir aus Überzeugung, aber auch im eigenen Interesse: Kaum ein Land hat von früheren Erweiterungen so profitiert wie Österreich.”

Militärische und polizeiliche Zusammenarbeit

Die Außenministerin unterstrich zudem den laut Erhebungen deutlichen Rückhalt für den EU-Beitritt in der Bevölkerung Montenegros. Österreich zähle zu den großen ausländischen Investoren im Land und sei besonders im Bank- und Versicherungswesen sowie in der Infrastrukturentwicklung erfolgreich. Außerdem gebe es eine langjährige militärische und polizeiliche Zusammenarbeit. “Die EU und der Westbalkan stehen vor denselben Bedrohungen: Hybride Angriffe, gezielte Desinformation und Einflussnahme von außen setzen unsere Demokratien unter Druck”, so Meinl-Reisinger. Im April 2027 sei deshalb eine internationale Konferenz zu diesem Thema in Wien geplant.

Das Slavkov-Format aus Österreich, Tschechien und der Slowakei dient der informellen Zusammenarbeit. Es gehe etwa um gemeinsame Positionen zu europäischen Zukunftsfragen. Österreich hat derzeit den Vorsitz.