Monsun in Pakistan fordert bereits über 100 Menschenleben

27.07.2026 • 12:03 Uhr

Infolge schwerer Monsunregenfälle sind in Pakistan seit Ende Juni nach offiziellen Angaben 107 Menschen zu Tode gekommen. Allein in den vergangenen 24 Stunden seien zehn Menschen, darunter vier Kinder, ums Leben gekommen, meldete die nationale Katastrophenschutzbehörde am Sonntagabend. In der Monsunzeit in den Sommermonaten kommt es vorübergehend zu besonders heftigen Regenfällen.

Insbesondere die Provinz Punjab, durch die wichtige Flüsse wie der Indus fließen, und die Region Khyber Pakhtunkhwa im Westen des Landes sind betroffen. In der für die Landwirtschaft wichtigen Provinz Punjab stehen Felder unter Wasser und Straßen sind beschädigt. Nach Angaben des Katastrophenschutzes sind es zumeist einstürzende Wohnhäuser, die zu Todesopfern führen.

Erinnerung an verheerende Flut 2022

Ein aktueller Kommentar in der pakistanischen Tageszeitung “Dawn” erinnert an die verheerenden Überschwemmungen im Land im Jahr 2022. Damals waren über 1.500 Menschen ums Leben gekommen. In dem Kommentar bei “Dawn” heißt es jetzt, dass wenige Lehren aus den Fluten 2022 gezogen worden seien. Immer noch seien Wasserabläufe häufig verstopft, Straßen nicht in ausreichendem Zustand und Gebäude fragil. Der Klimawandel führe zweifellos zu einer Zunahme von Extremwetterereignissen, “doch die Versäumnisse auf politischer Ebene verschärfen die damit verbundenen menschlichen Kosten weiterhin”, heißt es weiter.

Pakistan zählt zu den Staaten, die schon heute stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Finanzmittel in den Ländern reichen im Kampf gegen die Auswirkungen von Extremwetterereignissen häufig nicht aus. So fehlt es etwa an Dämmen und Baumaßnahmen werden häufig von neuen Fluten zerstört.